Hilfstransport mit Geschenken für rumänisches Kinderheim fährt Anfang Dezember

Freude aus dem Päckchen

Bescherung: Die Päckchen zu Weihnachten sind mittlerweile Tradition für die Rumänienhilfe Hephata. Das Foto entstand bei der Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr. Foto: privat

Schwalmstadt. Buntes Papier, Vorfreude und Überraschung – Weihnachten ist auch das Fest des Schenkens. Besonders dann, wenn Geschenke zur absoluten Ausnahme gehören. Die Rumänienhilfe Hephata fährt in der ersten Dezemberwoche wieder in das Kinderheim im rumänischen Ilisua. Im Gepäck sind dann auch Weihnachtsgeschenke für die derzeit 100 Kinder im Alter zwischen drei und 14 Jahren, die in dem staatlichen Heim leben. Wer ein Päckchen packen möchte, kann dieses bis Mittwoch, 28. November, bei der Sammelstelle der Rumänienhilfe abgeben.

„Im Kinderheim werden die Geburtstage der Kinder nicht gefeiert. Deswegen freuen sie sich auch so auf Weihnachten“, sagt Inge Thiel, ehemalige Lehrerin der Förderschule Hephata, die zusammen mit ihrem Mann Heinz, ehemaliger Fuhrparkleiter Hephatas, die Rumänienhilfe organisiert. Mittlerweile ist es Tradition, dass die Rumänienhilfe bei ihrem Weihnachtstransport nicht nur Geld- und Sachspenden, sondern auch Weihnachtsgeschenke verteilt.

Zehn-Euro-Wert

Wer ein Geschenk packen möchte, kann hinein tun, was Kindern gefällt. Egal ob Süßigkeiten, Spiel-, Mal- oder Anziehsachen, ob Schmuck oder Drogerieartikel. Jedoch sollte ein Gegenwert von zehn Euro nicht überschritten werden, um alle Kinder möglichst gleich zu bedenken. „Gut wäre, wenn auf den Päckchen außen stünde, ob sie für einen Jungen oder ein Mädchen und für welches Alter gedacht sind“, sagt Inge Thiel. Nicht nur Privatpersonen beteiligen sich an der Aktion, auch die Kindertagesstätten in Neukirchen, Loshausen und in Ziegenhain, Am Fünften Weg, haben bereits ihre Teilnahme angemeldet.

Wer die Arbeit der Rumänienhilfe generell unterstützen möchte, hat dazu mit Geld- und Materialspenden Gelegenheit. „Für den Weihnachtstransport können wir leider keine weitere Bekleidung mehr mitnehmen, weil unsere Lagermöglichkeiten voll ausgeschöpft sind“, sagt Inge Thiel. Gleiches gilt für Möbel und Elektrogeräte. Dafür möchte die Rumänienhilfe beim nächsten Transport den pädagogischen Heimbereich stärken: Seit dem 1. September absolvieren zwei angehende Erzieher der Hephata-Akademie für soziale Berufe ihr Anerkennungsjahr in dem Kinderheim. Für die Betreuung fehlt es unter anderem an Kinderscheren, Ton-, Bunt-, Krepp- und Malpapier, flüssigem Bastelkleber, Springseilen, Bällen, Knete und Puzzeln. Auch ein großes Schwungtuch steht auf der Wunschliste. „Dann arbeiten wir natürlich auch am Neubau der Krankenstation weiter“, sagt Inge Thiel.

Der Rohbau mit Dach steht pünktlich zum Winteranfang. Der Innenausbau soll nun beginnen: Der Fußboden muss noch gelegt, Fenster und Heizung sowie sanitäre Anlagen eingebaut werden. Das Material dafür wird vor Ort gekauft, das rumänische Handwerker verbauen. „Das ist bislang eine so tolle Unterstützung, die uns die Menschen in Deutschland geben, dafür kann ich mich gar nicht genug bedanken“, so Inge Thiel. (syg)

• Abgabe der Päckchen für Rumänien bis 28. November an der Sammelstelle

Quelle: HNA

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