Ehemalige Spangenberger Schüler trafen sich nach 60 Jahren an ihrer alten Schule

13 Freunde fürs ganze Leben

Ehemalige Schüler und Partner: Heinz Schwalm, Manfred und Christl Merbach, Werner Oelze, Heide Bening, Rudolf Reuhl, Adelheid Koch, Christa Eilhauer, Ottilie Simon, Marlene Oelze, Brigitta Siebert und Karl-Heinz Lentwojt. Foto: privat

Spangenberg. Das ist echte Verbundenheit: Seit 60 Jahren treffen sich die Schulabgänger der Mittelschule des Jahres 1953 regelmäßig einmal im Jahr. Jetzt kamen die 13 Freunde in Spangenberg zusammen, um ihre „Diamantene Schulentlassung“ zu feiern, wie Manfred Merbach das Ereignis in seiner Festrede bezeichnete.

Eigentlich waren es 19 Schüler, die vor sechs Jahrzehnten die Spangenberger Schule im Burgsitz mit dem Abschluss der Mittleren Reife verließen. Heute leben noch 13 – die meisten versprengt im ganzen Land. Von der Ostsee bis zum Bodensee reisten die ehemaligen Spangenberger zurück in die Liebenbachstadt, den Ort, der ihre Kindheit und Jugend prägte.

Reisten von außerhalb an

Trafen sich die Kinder der Jahrgänge 1934 bis 1936 anfangs nur alle fünf Jahre, so kommen sie längst einmal im Jahr zusammen. Die Organisation geht immer reihum: „So kommen wir immer in anderen Städten zusammen“, sagt Karl-Heinz Lentwojt, der das Treffen in Spangenberg organisiert hatte.

Stralsund, Frankfurt und Meersburg sind also nur einige der Stationen, an denen die ehemaligen Burgsitzkinder schon zusammengekommen sind: „Wir kennen also alle die Partner, die Heimatorte und die Lebensumstände der anderen“, sagt Adelheid Koch aus Elbersdorf.

In der Liebenbachstadt besichtigten sie den Ballsaal in der Stadtresidenz, hielten eine Andacht in der Stadtkirche und besichtigten ihr ehemaliges Klassenzimmer im Burgsitz. Dort wird allerdings schon lange nicht mehr unterrichtet, denn dort sind heute die Büros des Vereins Spangensteine untergebracht. Der hieß die Jubilare bei einem Glas Sekt willkommen. Mitarbeiterin Sabine Wunderlich zeigte gerne die Räume der ehemaligen Schule, die nach Sanierungen aber nichts mehr mit den Erinnerungen zu tun haben, die die Senioren mit sich tragen.

Die haben in den sechs Jahrzehnten nach ihrer Schulentlassung viel erlebt. Was aber geblieben ist, ist die Verbundenheit der ehemaligen Schüler untereinander. Aus der reinen Kameradschaft sind längst feste Freundschaftsbande geworden.

Und wenn sie sich in jedem Jahr besuchen, dann ist das nicht nur eine beliebige Reise. Dann ist das eine Klassenfahrt, auf die sich alle freuen.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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