Partnerschaftsvertrag besiegelt Verbindungen zwischen Melsungen und Koudougou

Freundschaft jetzt amtlich

Festakt bei 36 Grad: Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer unterzeichnete - ebenso wie Koudougous Bürgermeister Seydou Zagré sowie die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Zoungrana Yohaya und Emmanuel Goujard - den Vertrag. Foto: nh

Melsungen. Seit vielen Jahren bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen Melsungen und Koudougou in Burkina Faso. Jetzt ist die Verbindung auch offiziell bescheinigt. Während des Besuchs einer Delegation aus Melsungen wurde ein Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten unterzeichnet.

Ein Schwerpunkt bei den Beziehungen ist die Patenschaftsarbeit. 430 Kinder aus Koudougou haben inzwischen Paten in Melsungen, die den Jungen und Mädchen mit ihrer finanziellen Unterstützung Kindern Schulbesuche und Ausbildungen ermöglichen.

Bleibende Eindrücke

Bei 36 Grad unterzeichneten Koudougous Bürgermeister Seydou Zagré und Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer sowie die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, Zoungrana Yohaya und Emmanuel Goujard, die Partnerschaftsurkunde. Zudem hatten die Einwohner Koudougous ein umfangreiches Programm für die 13-köpfige Delegation aus Melsungen vorbereitet.

Der Besuch eines Waisenhauses und Besuche in medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern hinterließen bleibende Eindrücke bei den Melsungern, berichtete Bürgermeister Dieter Runzheimer nach seiner Rückkehr. Angesichts der schwierigen Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben und arbeiten müssten, sei die Gastfreundschaft, mit der die Besuchergruppe aus Melsungen aufgenommen wurde, überwältigend gewesen. Die Deutschen waren auch dabei, als das Annemarie-Brübach-Zentrum eingeweiht wurde. Ein Berufsbildungszentrum in Koudougou, das nach einer in Koudougou verstorbenen Melsungerin benannt wurde. Finanziert wurde der Bau mit Spenden aus der Partnerstadt, und ab sofort können dort Jugendliche handwerkliche Berufe erlernen.

In einem bereits fertig gestellten Bereich werden zurzeit 65 Jugendliche zu Friseuren und Maurern ausgebildet. Später sollen dort auch die Berufe des Elektrikers und Klempners erlernt werden können.

Ein schönes Erlebnis während des zehntägigen Aufenthaltes war ein Fest mit den Patenkindern und deren Familien, das vom örtlichen Kinderpatenschaftsverein organisiert wurde, heißt es in dem Bericht Runzheimers. Zudem seien erste Kontakte auf schulischer Ebene geknüpft worden. Johanna Porstmann und Melissa Müller, Schülerinnen der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule, besuchten das städtische College und das Gymnasium in Koudougou.

Auch Gastgeschenke hatten die Melsunger mit nach Afrika gebracht: zwei dringend benötigte Sauerstoffgeräte für das städtische Krankenhaus und die medizinische Einrichtung UCMP, die seit Jahren für die medizinische Betreuung der Patenkinder zuständig ist. (fil)

Quelle: HNA

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