Bad Emstal: Keine Grundsatzentscheidung im Parlament - erneut Beratung im Ausschuss

Friedenspfad in der Warteschleife

Bad Emstal. Im Prinzip sind sich alle einig: Der Friedenspädagogische Lehrpfad (Ecopfad) in Bad Emstal ist eine gute Sache. Im Prinzip. Am Detail aber schieden sich im Parlament mal wieder die Geister - und damit landete das Projekt, an dem viele Menschen ehrenamtlich mitarbeiten, erneut in der Warteschleife. Mehrheitlich beschlossen wurde in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, das Thema nochmals im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Tourismus beraten zu lassen.

Der Fachausschuss hatte sich bereits nach der Augustsitzung des Parlaments mit dem Ecopfad befasst und das Vorhaben als „begrüßenswert“ befunden. Eine schwierige Thematik werde sensibel behandelt, so Ausschussvorsitzender Michael Brüll, der Prozess sei aber inhaltlich noch nicht ganz abgeschlossen.

„Erstmal den Grundsatzbeschluss fassen. Die Details kriegen wird dann auch noch hin.“

Sascha göhlich Bürgerliste

Weiteren Klärungsbedarf sah auch Jens Siegmann, Fraktionschef der SPD. Seine Fraktion verlangte deshalb die nochmalige Überweisung an den Ausschuss.

Elisabeth Theiss von Bündnis 90/Die Grünen bemängelte, dass in der vorangegangenen Ausschuss-Sitzung sowohl das Konzept als auch die komplette Kostenaufstellung gefehlt hätten. Dies sei, zumal es genug Zeit für die Vorlage gegeben habe, der Sache nicht dienlich gewesen - und ein Affront für Oberst a.D. Jürgen Damm und die Ehrenamtlichen, die seit gut zwei Jahren für den Friedenspädagogischen Lehrpfad arbeiten.

Die Umsetzung des Projekts verlange angesichts der Thematik viel Fingerspitzengefühlt und Fachwissen - beides traue man aber den Ehrenamtlichen und Jürgen Damm zu, betonte Sascha Göhlich, Sprecher der Bad Emstaler Bürgerliste. Da man doch vom Grundsatz her für diesen Ecopfad sei, solle man jetzt auch den Beschluss fassen, um das Projekt endlich auf den Weg zu bringen. „Die Details kriegen wir dann auch noch hin“, so Göhlich.

Kosten wird der Friedenspädagogische Lehrpfad etwa 12 000 Euro, die Hälfte wird durch Förderung finanziert, da der Lehrpfad inzwischen auch in das Ecopfad-Programm des Landkreises aufgenommen ist. Die Sparkassenstiftung hat nach Angaben von Bürgermeister Ralf Pfeiffer 3 710 Euro zugesagt. An Kosten für die Gemeinde Bad Emstal blieben somit rund 4000 Euro Kosten übrig.

HINTERGRUNG, KOMMENTAR

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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