Spardiktat greift: Schutzschirmgemeinde erfüllt Vorgaben

Frielendorf schafft den Haushaltsausgleich

Frielendorf. Sparen hilft: Noch im Frühjahr hatte die finanzielle Situation von Hessens erster Schutzschirmgemeinde ziemlich düster ausgesehen.

Nun stellte Frielendorfs Bürgermeister Birger Fey einen Nachtragshaushalt vor, der einen Überschuss von 44.000 Euro aufweist.

Zwar war Anfang des Jahres unter dem Druck der Vorgaben des Schutzschirmprogrammes ein ausgeglichener Haushaltsentwurf verabschiedet worden. Den wollte das Regierungspräsidium allerdings zunächst nicht genehmigen. Der Kasseler Behörde waren die Ansätze bei der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen als unwahrscheinlich erschienen. Erst mit einer zehnprozentigen Haushaltssperre genehmigte das Regierungspräsidium schließlich den Haushalt, so Fey: „Die wesentlichen Verbesserung haben wir uns schwer erarbeitet.“ An immerhin 1700 Stellen im Haushalt seien nachträglich Veränderungen vorgenommen worden.

Sichtbare Zeichen des strikten Sparkurses und des mit Verspätung genehmigten Haushalts waren unter anderem die verspäteten Öffnungen der Freibäder und der Rückzug der Kommune aus dem Spiel- und Lernkreis der Kirchengemeinde. Auch an Personalkosten spart die Gemeinde knapp 50.000 Euro. Stelleneinsparungen gab es laut Fey am Bauhof, im Bauamt und in der Finanzabteilung. Immerhin 31.000 Euro weniger zahlt die Frielendorf bei den Stromkosten. Weniger aufwenden muss Frielendorf zudem für die Gewerbesteuer- und Schulumlage. Auch die Sanierung der Feuerwehrhäuser wurde um 24.000 Euro reduziert.

Aber auch auf der Einnahmenseite verbesserte sich die Situation. So erwartet Frielendorf über die Sportförderung Zuschüsse in Höhe von 110.000 Euro für die Dorfgemeinschaftshäuser, die auch von Sportvereinen zu Übungszwecken genutzt werden.

Quelle: HNA

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