Gemeindevertreter votierten einstimmig

Frielendorfs Parlamentarier stimmten für Haushalt

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Eintritt wird moderat teurer: Ab dem 1. April kostet der Besuch von Schwimmbad und Sauna im Wellnessparadies am Silbersee mehr. Ein Erwachsener muss für eine Einzelkarte ins Schwimmbad beispielsweise 25 Cent mehr ausgeben.

Frielendorf. „Ein Überschuss im Haushalt ist längst kein Selbstläufer", fasste es Gerhard Pflug (SPD) in der ersten Frielendorfer Gemeindevertretersitzung des Jahres zusammen.

Auch die beiden anderen Fraktionen waren mit dem Zahlenwerk zufrieden: Die Gemeindevertreter votierten einstimmig.

Damit erfüllt Frielendorf als Schutzschirmkommune zum dritten Mal die Vorgabe des Landes. „Die Hoffnung höherer Schlüsselzuweisungen erfüllt sich nicht. Aber es gibt eine gute Entwicklung bei den Kinderzahlen“, sagte Pflug. Dietrich Hahn (CDU) war mit dem Überschuss ebenfalls zufrieden - trotz der zweijährigen Haushaltssperre. Er rechnete vor, dass sich ein Stau ergebe: „Die Überschüsse reichen nicht aus, um das Altdefizit zu decken. Uns fehlen 464 000 Euro - da sollten wir Gespräche führen, wie wir klarkommen.“ Dennoch seien 2,4 Mio. zu investieren. „Das ist ein wichtiges Zeichen.“

Das Wellnessparadies 

912 Euro beträgt der Überschuss des Wellnessparadieses. Zum 1. April werden nun die Eintrittspreise erhöht. „Die Erhöhung ist moderat“, erklärte Bürgermeister Thorsten Vaupel. Eine Einzelkarte (Schwimmbad) für einen Erwachsenen kostet dann statt 4,75 Euro fünf Euro. Die Elferkarte erhöht sich um 2,50 Euro auf 50 Euro, die 23er-Karte um fünf Euro auf 100 Euro, Jahreskarten für das Schwimmbad kosten für einen Erwachsenen 295 statt 281 Euro.

Die Einzelkarte für Schwimmbad und Sauna (Erwachsene) erhöht sich um 25 Cent auf 5 beziehungsweise 6,50 Euro. Die Elferkarte steigt um 2,50 auf 50/65 Euro, die 23er-Karte um fünf auf 100/130 Euro. Kinder bis drei Jahre haben weiterhin freien Eintritt.

Die Investitionen

Investiert wird in der Zechengemeinde in den Erhalt der Infrastruktur: Das größte Projekt ist die Erweiterung des Kindergartens Verna. Geld aus dem Leader-Programm soll in den Umbau der Saunen im Wellnessparadies fließen. Auch das Provisorium der Zufahrtsstraße zum Silbersee soll bald ein Ende haben: Die Straße wird ausgebaut. „Ein wichtiger Schritt für den Tourismusstandort“, erklärte Hahn. Nach Abzug der Zuschüsse von Bund und Land muss die Gemeinde 1,1 Mio. Euro aufbringen.

Bericht des Bürgermeisters 

Die Müllgebühren bleiben bis 2020 unverändert. Frielendorf wird sich weiterhin am Virtuellen Gründerzentrum beteiligen. Weitere Projekte sollen über Leader gefördert werden. Vaupel rechnet Ende März mit einer Priorisierung.

Das Gefrierhaus in Allendorf ist abgerissen, die Platzgestaltung kann starten. Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) fließ in die Erneuerung der Gehwege in Leimsfeld und Spieskappel. Probleme sieht Vaupel in der Umsetzung der Jahresabschlüsse. „Durch Krankheit gibt es im Finanzbereich nur noch zwei Leute - wir kommen in Zugzwang. Ich suche nach einer Lösung.“

Quelle: HNA

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