Liedermacherin Sarah Lesch trat mit Band bei Bad Zwestener Veranstaltungsreihe auf

Die Frikadelle mit Flair

Auftritt im Foyer: Die Liedermacherin Sarah Lesch stellte ihr Album „Aus der schmutzigen Küche“ vor. Foto: Kiessling

Bad Zwesten. Originell, mit einem vom Organisator Hans Eitle gefilmten Interview, startete das Programm der Kasseler Liedermacherin Sarah Lesch, die im Kurhaus in der Reihe „im Foyer“ auftrat. Dann erlebte das Publikum ein frech-witziges und abwechslungsreiches Konzert.

Die Band spielte Songs aus Sarah Leschs Debütalbum „Lieder aus der schmutzigen Küche“, mit dem sie 2010 zum ersten Mal auf der Bühne stand. „Vom Südseeflair bis zur Friedensfrikadelle“, so bezeichnete sie die Vielfalt der Lieder.

Die Texte der Sängerin erzählen oft wahre Geschichten vom Leben, sind mal humorvoll mit einer Prise Sarkasmus gewürzt, mal traurig-melancholisch gefärbt. „Zu vielen Liedern hat der Tod meiner Oma mich inspiriert,“ erzählte die „Chansonedde“. „Wenn man Trauer erlebt, dann ist man reines Gefühl, in solchen Momenten kann man ganz klar sehen was man eigentlich möchte.“

Die gebürtige Tübingerin weiß genau, was sie will: „Mehr Musik machen, und versuchen mehr und mehr davon zu leben.“ Nach einer kurzen Pause überließ Lesch ihren Mitspielern Daniel Thiel (Perkussion, Melodika und Glockenspiel) und Kai Gelhard (Gitarre und Bass-Ukulele) die Bühne. Mit todernster Miene spielten sie unter anderem ein Mittelalterlied, bei dem das Publikum das Lachen nicht mehr unterdrücken konnte.

Schmankerl zum Schluss

In der gemeinsamen Besetzung gab es später zwar ein paar kleine Hänger, was die Gäste aber mit Applaus mit einem Augenzwinkern honorierten.

Schade war, dass nicht alle Zuschauer bis zur Zugabe blieben, weil das letzte Lied ein Schmankerl des Abends war. Es wurde in Tübinger Dialekt vorgetragen, und das Trio blühte bei diesem Stück dann regelrecht auf.

Nächster Auftritt: Sarah Lesch, 1. Mai, in der Gießener Innenstadt. www.chansonedde.de

Von Saskia Kiessling

Quelle: HNA

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