Kirchbergfest in Ascherode: Musical der Kirchenmäuse erzählte vom bunten Leben

Frische Farbe für die Welt

Singen, spielen, tanzen: Die Treysaer Kirchenmäuse hatten unter der Leitung von Livia Mühling ein Musical einstudiert, das am Sonntag in der Ascheröder Kirche aufgeführt wurde. Fotos:  Rose

Ascherode. Pünktlich zu Mariä Lichtmess – an diesem Tag endet im Kirchenjahr die Weihnachtszeit – zog es die Menschen am Sonntag auf den Ascheröder Kirchberg. Beim gleichnamigen Fest standen diesmal die Kirchenmäuse im Mittelpunkt.

Unter der Leitung von Livia Mühling hatten 25 Kinder zwischen vier und zehn Jahren ein Musical einstudiert. In der proppevollen kleinen Kirche in Ascherode wurde das Sing- und Sprechspiel nun aufgeführt. Mehr als ein halbes Jahr hatten die Kinder dafür geprobt.

Pfarrer Hartmut Wagner war zu Beginn des Festes vor den schwarzen Vorhang getreten, der den Altarraum vom Kirchenschiff trennte: „Der Vorhang ist ungewohnt, hoffentlich spricht mich keiner als Kasper an“, begrüßte er Zuschauer und Akteure. Alsbald öffnete sich der Vorhang zum munteren Spiel, das von Graumachern und dem bunten Leben erzählte. In szenischen Darstellungen schlüpften die Nachwuchsschauspieler in die Rollen der Farbenräuber und sangen „Alles egal, alles egal – grau ist unsere erste Wahl.“ Die Graumacher planten, alles Bunte und Vielfältige aus der Welt zu entfernen.

Nicht gerechnet hatten die Räuber mit den Kindern, die sich daran machten, die Farbe in die Welt zurück zu holen. Mithilfe des Publikum und der Fantasie reisten sie gedanklich in verschiedene Länder: In China lernten die Kinder die Menschen des Landes kennen und nahmen die Farbe Rot mit. Der Jüngste der Reisegruppe empfahl stets: „Tschüß. Und immer schön bunt bleiben.“ Die Farben Blau, Gelb, Grün, Weiß und Schwarz entdeckten die Kinder in Australien, Ghana, Brasilien und Deutschland. Mit pfiffigen Liedern und amüsanten Texten entführten die Akteure in eine wahrhaft bunte Welt: Immer wieder wurden die Zuschauer zum Mitmachen animiert. Donnernder Applaus und jede Menge Lob war der verdiente Lohn der jungen Künstler.

Im Anschluss feierten die Gäste am Fuße des Kirchberges: Bei rustikalem Tonnenfeuer, Würstchen, Punsch und Käsespießen klang der Tag des Lichts fröhlich und gesellig aus.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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