Was Fritzlar alles bietet: Sigrid Adam besingt ihre Heimatstadt 

+
Ein Wunsch frei: Auch den Rolandsbrunnen am Marktplatz erwähnt Sigrid Adam in ihrem Lied. Sie rät, eine Münze hinein zu werfen und sich etwas zu wünschen.

Fritzlar. Sigrid Adam aus Fritzlar macht sich einen Reim auf ihre Heimatstadt: Die leidenschaftliche Komponistin und Textdichterin für deutsche Schlager lebt seit 35 Jahren in der Domstadt. Jetzt hat die 52-Jährige ein Fritzlar-Lied geschrieben.

Weil 2013 der Hessentag nach Kassel geht, hat sie Zeilen für ein Lied darüber gedichtet. Sie hat es der Stadt Kassel schon angeboten. Dann kam sie auf die Idee, auch ein Lied über ihre Heimatstadt zu schreiben: „Das liegt mir am Herzen, weil ich hier wohne.“

„Das Lied ist bisher wunderbar angekommen“, freut sie sich. Sie hat eine Demo-CD schon einmal zur Probe einsingen lassen, damit man sich vorstellen kann, wie es klingen könnte. „Jetzt warte ich auf Reaktionen der Stadt Fritzlar.“

Auch zur Fußball-Europameisterschaft 2010 hatte Adam ein Lied geschrieben. Da gab es Ärger: Der Deutsche Fußballbund verbot ihr, ein Lied mit den Namen seiner Spieler zu veröffentlichen.

Wenn sie in einem Lied die Sehenswürdigkeiten der Stadt Fritzlar aufzählt, beschwert sich niemand. Hier gefallen ihr besonders gut „die Fachwerkhäuser, der Marktplatz und schön ist es auch unten an der Eder.“

Seit 2004 schreibt Adam Schlagertexte: „Erst war es nur ein Hobby, aber dann meinten Bekannte: Mach da doch was draus!“ Daraufhin schrieb sie Texte für eine CD der Sängerin Daniela Rhode aus Thüringen, die auf Platz 20 der Top 100 in der belgischen Hitparade landete, erzählt Adam. Im Herbst erscheint das neue Album „Nie genug“ der Sängerin Nicole Freytag. Darauf auch das Lied „Das hat doch nichts mit mir zu tun“, dessen Text von Adam stammt.

Bloß keine Schnulzen

„Ich mache gefühlvolle Schlager, in die sich jeder hineinversetzen kann. Aber keine Schnulzen, eher was Schwungvolles, im Disko-Fox- Rhythmus“, sagt Adam.

In ihrem Lied präsentiert sie ihr Fritzlar als eine historische Stadt. Sie rühmt die gotische Bauart der Häuser und den Dom aus dem 11. Jahrhundert. Sie beschreibt den Stadtkern mit dem alten Rathaus und rät, eine Münze in den Rolandsbrunnen zu werfen, damit ein Wunsch in Erfüllung geht.

Sie fühlt sich wohl in dieser Stadt, die Stadtmauer symbolisiere Sicherheit für sie. Kein Wunder also, dass Sigrid Adam in der letzten Zeile ihres Liedes dichtet: „Was Fritzlar alles bietet, das hat nicht jeder.“

Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare