Mitarbeiter in Fritzlar wurden geschult

Pflege mit Herz und Mut: Klinikclowns zu Gast im Hospital zum Heiligen Geist 

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Sie kommen bei den Mitarbeitern an: Andreas Hartmann und Tanja-Marie Streller (Mitte) sind Klinikclowns und waren zum zweiten Mal im Hospital zum Heiligen Geist. Unser Bild ist bei ihrem ersten Gastspiel entstanden. 

Fritzlar. Es geht darum, Mut zu liebevollen Begegnungen zu haben. Mehr Sympathie und Herz seinen Mitmenschen gegenüber zu haben. Wie sie das umsetzen können, haben Mitarbeiter des Hospitals zum Heiligen Geist in Fritzlar gelernt. 

In vier Stunden die Welt verändern zu können: Das wäre etwas für Andreas Hartmann. „Dann würden wir mit einem Zauberstab jedes Krankenhaus anticken“, sagt er. Und Schwups, wären alle Probleme, all der Stress und die Hektik im Klinikalltag weggezaubert. Eine schöne Vorstellung.

So einfach ist es leider nicht. In vier Stunden haben die Klinikclowns Andreas Hartmann und Tanja-Marie Streller aber gezeigt, wie Krankenhaus-Mitarbeiter auch bei Stress ihre gute Laune bewahren, gelassen bleiben und ihre Kräfte stärken. Es ist das zweite Gastspiel der Klinikclowns im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar. Anders als bei ihrem Besuch vor zwei Wochen, sind sie dieses Mal ohne Seifenblasen, Schokolade und Gitarre da (wir berichteten). Sie stehen und spielen mit Mitarbeitern des Krankenhauses in der Alten Cafeteria und geben einen Kurs. Der Titel: „Beziehungspflege mit Humor“.

In den nächsten vier Stunden „werden wir nicht viel reden, sondern viel erleben und erfahren“, kündigt Hartmann an. Vor allem wird gespielt. „Spiele sind ein guter Schutzraum. Da kann man sich mal lange in Augen gucken, da darf man auch mal scheitern“, erklärt Streller. Im Berufsalltag führe Scheitern oft zu Stress, Überforderung und Wut. Im Spiel hat die Wut jedoch keine Chance, da wird gelacht. „Das Lachen ist eine der besten Stressbewältigungsstrategien“, so Streller. Und Stress kommt bei diesem Spiel gewiss auf.

Die Mitarbeiter geben einen Ball an ihre Kollegen weiter. Immer in derselben Reihenfolge. Ein ums andere Mal. Erst ist ein Ball im Spiel, später sind es vier. Es sei wunderbar, zu sehen, sagt Streller, wie sich trotz der vielen Bälle der Stress legt, wie Ruhe und Rhythmus in die Gruppe kommen. Die Bälle sind Metaphern. Sie stehen für Aufgaben, die im Arbeitsalltag auf die Mitarbeiter einprasseln. Die Erfahrungen aus dem Spiel sollen sie mit in den Job nehmen.

In anderen Übungen lernen die Mitarbeiter, wie sie frei auf andere zugehen. Es geht darum, die Patienten zu beobachten, aber nicht den Fokus auf die Krankheit zu legen, sondern auf die ganze Persönlichkeit. „Die Menschen sollen Mut zu liebevollen Begegnungen haben“, erklärt Streller. Liebevoll im Sinne von ein Stück mehr Sympathie, Herz und Mut.

Quelle: HNA

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