Elf von 27 Kommunen haben ihre Eröffnungsbilanz fertig

Fritzlar ist die wertvollste Stadt in Schwalm-Eder

Schwalm-Eder. Fritzlar ist mit 82 Millionen Euro die wertvollste Stadt im Schwalm-Eder-Kreis. Jedenfalls wenn man die Eröffnungsbilanz als Bemessungsgrundlage nimmt.

Elf der 27 Städte und Gemeinden haben bisher ihr Anlagevermögen erfasst und vom Parlament feststellen lassen.

Dazu sind die Kommunen mit der Einführung der Doppik (doppelte Buchführung in Konten) verpflichtet worden. Spätestens für das Jahr 2009 muss diese Bilanz erstellt worden sein. Beim Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hätte sie vor eineinhalb Jahren vorliegen müssen. „Wir vermerken lediglich, dass die Bilanz zu spät eingereicht wurde“, sagt Hermann Schmoll, Leiter des Rechnungsprüfungsamtes. Konsequenzen drohten den Städten und Gemeinden jedoch nicht.

Schulden bei Eigenbetrieben

In der Eröffnungsbilanz werden die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen ausgewiesen. Aber: „Die Schulden, die eine Kommune über ihre Mitgliedschaft in Wasserverbänden oder in Eigenbetrieben wie den Stadtwerken ausgegliedert hat, werden dabei nicht genannt“, schränkt Schmoll ein. Daher ließen sich die Kommunen anhand ihrer Bilanz nicht ohne Weiteres vergleichen. Auch bei der Wertermittlung habe es verschiedene Wege gegeben, erläutert Matthias Rupp, Referent beim Hessischen Städte- und Gemeindebund. Die Aussagekraft der neuen Haushaltsführung liege eher in einer langfristigen Betrachtung des Eigenkapitals. In der Bilanz und im doppischen Haushalt würden zudem die Pensionsrückstellungen und die Abschreibungen geführt. Dies führe häufiger dazu, dass Kommunen ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen könnten und ein Haushaltssicherungskonzept erstellen müssten, erklärt Rupp.

Die Kommunen investierten bis zu Tausend Arbeitsstunden, um die Bilanz zu erstellen.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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