Fritzlarer Solarpark: Steuern sollten in der Stadt bleiben

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Fritzlar. Das Fritzlarer Parlament stimmte dem Bau einer großen Fotovoltaikanlage zu, die an der A 49 an der Kasseler Warte gebaut werden soll. Ihre Zustimmung zu den Solarpark-Plänen verbinden die Stadtverordneten auf Antrag der Grünen mit zwei Bedingungen:

• Der Anteil an der Gewerbesteuer durch den Betrieb der Anlage soll vollständig der Stadt Fritzlar zugute kommen. Das sei zu erreichen, indem der Betreiber ein Büro in Fritzlar einrichten, sagte Peter Kuttelwascher (Grüne). Ohne einen solchen Firmensitz bekäme Fritzlar laut Kuttelwascher lediglich 70 Prozent.

• Die Ausgleichsleistungen für Naturschutz sollen in Fritzlar investiert werden. Bei großen Bauprojekten ist es Vorschrift, dass an anderer Stelle ausgleichend etwas für den Naturschutz getan wird.

Er rechne damit, dass mindestens 500 000 Euro von der Betreiberfirma für den Naturschutz investiert werden müsse, sagte Kuttelwascher. Beispielsweise könne man das Geld für die Renaturierung an Eder, Elbe und Ems verwenden.

Bürgermeister Hartmut Spogat (CDU) wies darauf hin, dass mit der Anlage rechnerisch fünf Fritzlarer Stadtteile mit Strom versorgt werden könnten. Sie sei recyclebar und könne nach 20 bis 25 Jahren wieder abgebaut werden.

Die Stadtverordneten wollen auch erreichen, dass auf dem übrigen Gelände, das der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gehört, ein Fahrradweg eingerichtet wird, wenn die Wege dort neu geplant werden. Im Naturschutzgebiet wird einiges umgestaltet. So werden Wege neu eingerichtet und Teilbereiche der natürlichen Sukzession überlassen – dort können sich auch Bäume ansiedeln. Speziell gepflanzt werden aber keine. (ode)

Quelle: HNA

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