Vom Rand in die Mitte

Fritzlarer Tafelladen zieht um und sucht Helfer

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Noch viel zu tun: (von links) Koordinator Lothar Krönert, Koordinatorin Karin Biermann, dahinter der ehrenamtliche Helfer Werner Klinner, Dekan Dr. Helmut Umbach, Margret Artzt und der ehrenamtlicher Helfer Gerhard Arnold.

Fritzlar. Kabel werden verlegt, Wände gestrichen und Lampen angebracht. Die Arbeiten in den neuen Räumen der Fritzlarer Tafel laufen auf Hochtouren. Denn schon bald steht der Umzug an, und dann muss in den Räumen an dem neuen Standort in der Waberner Straße 41 alles fertig sein.

Nötig wurde der Ortswechsel, weil der Mietvertrag in der alten Unterkunft gekündigt worden sei. "Wir haben ein Jahr nach neuen Räumen gesucht, das war nicht einfach in Fritzlar. Aber jetzt haben wir einen passenden Ort gefunden", so Margret Artzt vom Vorstand des Diakonischen Werkes. Der Nachteil sei allerdings, dass nun die Miete deutlich höher sei. "Man merkt an den Mietpreisen, dass Fritzlar eine aufstrebende Stadt ist. Doch gibt es auch hier Menschen, die auf der Strecke geblieben sind und am Rande der Gesellschaft stehen", so Dekan Dr. Helmut Umbach.

Seit acht Jahren kümmert sich die Tafel in Fritzlar genau um diese Menschen. Sie sorgt dafür, dass Lebensmittel nicht weggeworfen werden, sondern dass sie dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden: Zu Menschen mit einem niedrigen Einkommen. Alte Menschen mit einer geringen Rente gehören ebenso dazu, wie Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Paare und viele mehr.

Insgesamt sind es 433 bis 450 Personen aus Fritzlar, Bad Zwesten, Niedenstein, Edermünde, Wabern, Zimmersrode und Gudensberg, die zur Fritzlarer Tafel kommen. Für sie eine wichtige Anlaufstelle. "Zu ihnen gehören 148 Kinder", sagt Karin Biermann aus Bad Zwesten, die gemeinsam mit Lothar Krönert aus Fritzlar, neuerdings die Arbeit der Fritzlarer Tafel koordiniert. Denn bis es zur Übergabe der Lebensmittel kommt, sind zahlreiche Helfer hinter den Kulissen aktiv. 55 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit der Tafel derzeit. Sie sammeln die Lebensmittel bei den Geschäften ein, transportieren sie zum Tafelladen, stellen sicher, dass die Kühlkette eingehalten wird, sortieren die Ware ein und bieten sie im Laden den Tafel-Kunden an.

"Es ist viel zu tun , wir brauchen mehr, die mitarbeiten. Unsere Organisation gerät an Grenzen", sagt Artzt. Und Dr. Umbach betont, dass man daher auch verstärkt auf die Ökumene setze. "Die Menschen die zu uns kommen, werden ja nicht nach ihrer Konfession unterschieden."

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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