Maria Magdalena starb in der Nacht zu Sonntag

Fritzlars letzte Ursuline ist tot

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Die Ursulinen trauern: Schwester Maria Magdalena ist tot.

Fritzlar. Schwester Maria Magdalena, Fritzlars letzte Ursuline, ist tot. Die Nonne starb in der Nacht zu Sonntag im Alter von 87 Jahren. Mit Maria Magdalena endet eine Jahrhunderte währende Tradtion.

Das Ursulinenkloster war im Jahr 1711 in der Domstadt gegründet worden, 1718 riefen die Ursulinen eine Schule ins Leben, die bis heute besteht. Schulträger ist inzwischen das Bistum Fulda.

Geboren wurde Maria Magdalena am 10. Dezember 1925 in Wiesbaden. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester und trat im Jahr 1955 dem Orden in Geisenheim am Rhein bei. Ihren Ordensnamen hatte Maria Magdalena damals selbst gewählt, in Anlehnung an die Frau, der nach biblischer Überlieferung der auferstandenen Jesus als erster erschienen war. „Sie hatte eine große Liebe zum Heiland“, sagte die Ordensfrau vor einem Jahr im Gespräch mit der HNA.

Maria Magdalena hat selbst Schüler in Religion unterrichtet, so wie es Tradition der Ursulinen als Erziehungsorden ist. Die Erziehung der Jugend sei für sie Lebensinhalt gewesen, sagte sie.

Maria Magdalena war stets gut informiert

Vor einem Jahr, als die HNA sie besucht hatte, war Schwester Maria Magdalena gut informiert, obwohl sie behauptete: „Ich bin museumsreif.“ Sie las die Zeitung, schaute fern und wusste auch im Schulleben gut Bescheid. Das war bis zum Schluss so, erinnert sich Religionslehrer Horst Blum. Noch vor einigen Tagen habe die Schwester Bücher über den emmeritierten Papst Benedikt bestellt.

Die Nonne sei aufgeschlossen gewesen und habe sich für Schüler immer Zeit genommen, sagt Blum. Ein Anliegen sei ihr stets die Mission gewesen, besonders auch die Partnerschule in Peru. Blum sagt über Maria Magdalena: „Sie war ein sehr lebensfroher Mensch.“ Über ihren Lebensweg sagte einmal rückblickend: „Es ist schön, im Kloster zu leben.“ (ode)

Requiem: Freitag, 12. April, 14 Uhr, Klosterkirche der Ursulinen in Fritzlar.

Quelle: HNA

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