Erdbeerernte im Wolfhager Land: Schäden durch nächtlichen Kälteeinbruch Anfang Mai

Frost machte Früchte kaputt

Wolfhagen. Die Erdbeersaison ist in vollem Gange. Doch wer die süßen roten Früchte am liebsten direkt vom Feld naschen und selbst pflücken möchte, schaut in Wolfhagen in diesem Jahr in die Röhre, oder besser: auf leere Felder. Auf dem Erdbeerfeld von Bernd Gerhold in Altenhasungen gibt es keine Früchte. Der Grund: „Der Frost hat sie kaputt gemacht“, sagt er und meint den Nachtfrost, der Anfang Mai herrschte.

Dass es aber in benachbarten Kommunen wie etwa in Calden, Elgershausen und Volkmarsen keine Probleme durch Frostschäden gibt, hat laut Auskunft von Johannes Gerhold vom Kreisbauernverband mehrere Gründe. Zum einen sei es sortenabhängig: So gibt es Arten, die früher reifen. Wenn es diese während einer Frostperiode treffe, sei die Ernte futsch. Daher würden Landwirte, die große Erdbeerfelder bestellen, meist verschiedene Sorten anbauen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Ein weiterer Grund sei der Standort: „Befindet sich das Feld in einer Senke, wie in Altenhasungen der Fall, herrschen dort tiefere Temperaturen und die Pflanzen bekommen mehr Frost ab als die, die höher liegen“, sagt Gerhold. Wer dennoch nicht auf frisch gepflückte Erdbeeren verzichten möchte, muss aber nicht verzagen: So weist die Familie Blömeke aus Volkmarsen mit einem Schild an der Kreuzung Schützeberger Straße in Wolfhagen auf ihre Erdbeeren hin: An der Judenwarte in Volkmarsen können die süßen Früchte direkt vom Feld und sogar sonntags und über Pfingsten geerntet werden. STICHWORT

Von Vera Glass

Quelle: HNA

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