Die Borkener Narren eroberten das Rathaus

Wer früher kommt, ist schneller drin

Abwehr mit vereinten Kräften: Udo Maikranz, Detlef Grau und Bürgermeister Heßler mit dem gescheiterten Versuch, die Angreifer abzuwehren. Foto: Zerhau

Borken. Sie kamen früher als erwartet, und der Erfolg gab ihnen Recht. In Borken fiel das Rathaus den Narren fast widerstandslos in die Hände.

Die Närrinnen und Narralesen hatten den Überraschungseffekt auf ihrer Seite. Sie schlugen nämlich schneller zu, als es die Verteidiger um Bürgermeister Bernd Heßler vermutet hatten.

Bereits um kurz nach elf Uhr brachten die Aktiven den Rammbock in Stellung. Mit vereinten Kräften durchbrachen sie die Mauer, die vor dem Rathaus aufgebaut war.

Den eigentlichen Hausherren in der Borkener Verwaltung blieb nur noch, mit den Requisiten der Raumpflegerinnen die Verteidigung zu organisieren. Doch auch das schlug schließlich fehl. So haben nun bis zum Aschermittwoch die Narren vom Borkener Carnevalsclub BCC das Sagen im Borkener Rathaus.

Kreisel aus Marzipan

Doch nach der Schlacht um die Verwaltung schlugen die Karnevalisten versöhnliche Töne an. Sie hatten ein Geschenk für Bürgermeister Bernd Heßler mit im Gepäck. Bei der Prunksitzung hatte sich das Stadtoberhaupt noch Spötteleien über den neuen Kreisel an der Bahnhofstraße anhören müssen.

Als Versöhnungsgeschenk gab es nun den „Berg- und Talbahnkreisel“ als Modell aus Zucker und Marzipan. Narren sind eben nicht nachtragend, hoffentlich auch der Bürgermeister nicht.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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