Gartenkolumne: Drei Blumen begrüßen die neue Jahreszeit

Die Hundszahnlilie Foto: privat

Schwalmstadt. In unserer neuen Gartenkolumne gibt unsere Autorin Hiltrud Holland-Letz Tipps zur Pflanzenpflege, Gartengestaltung und empfiehlt unbekannte Blumenarten. Zum Auftakt beschäftigt sie sich mit in der Region eher unbekannten Frühlingsblühern.

Schwalm. Mit dem Einzug des Frühlings verbindet man den Anblick von Primeln und Buschwindröschen, von Krokussen und Veilchen. Dabei fallen mir diese Zeilen der Dichterin Mascha Kaléko ein: „Die gelbe Primel Ende März erweckt das müde Winterherz, weil Primula officinalis das allererste Lenzsignal ist.“

Es gibt aber noch viele andere Frühlingsblüher, die noch nicht so bekannt sind, aber herrliche Blüten hervorbringen. Drei von ihnen möchte ich vorstellen:

• Die Hundszahnlilie (Erythronium). Da gibt es eine rosa gepunktete: die Forellenlilie (Erythronium dens canis), sie ist die allererste. Mir hat es aber die zartgelbe angetan (Erythronium hybr. „Pagoda“). Sie hat zwei bis drei schwefelgelbe etwa vier Zentimeter große Blüten an einem Stängel, die einer Orchidee ähneln. Sie wird circa 25 Zentimeter hoch. Sie liebt ein frühjahrsfeuchtes Plätzchen unter Bäumen, denn sie profitiert wie alle Frühjahrsblüher von den unbelaubten Bäumen, die genügend Licht zur Entfaltung durchlassen. Nach der Blüte zieht sie sich in ihre relativ große Knolle zurück und ruht den Sommer über, wobei ihr Sommertrockenheit nichts ausmacht.

• Das Blauglöckchen (Hyacinthoides hispanica) findet man oft flächendeckend in englischen Wäldern. Es blüht im Mai an etwa 30 Zentimeter hohen Stängeln und zweigt fünf bis neun leuchtend blaue Glöckchen, die ein ganz entzückendes Bild abgeben. Auch diese Pflanze zieht nach der Blüte ein, wenn das Blätterdach sich über ihr geschlossen hat. Sie vermehrt sich sehr gut durch Brutknollen.

• Das Gedenkemein (Omphalodes verna) darf man nicht mit dem Vergissmeinnicht verwechseln. Es ist eine niedrige Staude mit kleinen blauen Blüten, die dem Vergissmeinnicht sehr ähneln. Gedenkemein gedeiht im Laubmulch von Bäumen und breitet sich, wenn es ihm gefällt, schnell durch Ausläufer aus, ist also ein fantastischer Bodendecker. Nach der Blüte bilden die rauen, dunkelgrünen Blätter ein dichtes Polster, das kein Unkraut hochkommen lässt. Zusammen mit eingestreuten gelben Primeln ergibt das ein sehr hübsches Frühlingsbild.

Quelle: HNA

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