Blitzmarathon: Polizei zieht positive Bilanz

Den Führerschein durften alle behalten

Schwalm-Eder. Mit der Bilanz des ersten Blitz-Marathons im Landkreis ist die Polizei zufrieden. Während der 24-Stunden-Aktion kontrollierten Polizei und Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsämter bis Freitagmorgen 6609 Fahrzeuge - davon waren 94 schneller als erlaubt unterwegs. Fahrverbote mussten nicht verhängt werden.

Das Bekanntmachen der Tempo-Kontrollen habe offenbar auf die Autofahrer gewirkt, erklärte Polizeisprecher Reinhard Giesa am Freitag. An den 18 Mess-Stellen im Landkreis hätten die Beamten deutlich weniger zu beanstanden gehabt als an anderen Tagen üblich. In Zahlen ausgedrückt: Während des Blitz-Marathons überschritten im Schwalm-Eder-Kreis 1,4 Prozent der kontrollierten Verkehrsteilnehmer das jeweils vorgeschriebene Tempolimit - üblicherweise liege die Quote dagegen bei 15 Prozent, erklärte der Polizeisprecher. Überhaupt seien die Autofahrer bei der 24-Stunden-Aktion spürbar weniger schnell unterwegs gewesen als sonst.

Das Aktionsergebnis im Schwalm-Eder-Kreis bestätigt nach Angaben Giesas das Bild der landesweiten Aktion. Auch hessenweit seien deutlich weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen an den Mess-Stellen festgestellt worden als üblich.

Eine intensive Medienberichterstattung schon im Vorfeld und während der Aktion habe offenbar zu diesem ausdrücklich gewünschten Ergebnis beigetragen, erklärte Giesa. Dabei bestehe der Erfolg des Blitzmarathons gerade darin, möglichst wenig Schnellfahrer zu registrieren. Ziel der Aktion sei es gewesen, die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren des zu schnellen Fahrens hinzuweisen und Bewusstsein zu schaffen für die damit verbundenen Risiken.

Mit dem Blitzmarathon waren hessenweit laut Polizeipräsidium Mittelhessen 838 Ordnungshüter beschäftigt. Sie hatten bei der Aktion 387 Kontrollpunkte im Auge.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare