Satzungsänderung beim VfB Schrecksbachim Verein – Anstatt eines Vorsitzenden sollen nun gleichberechtigte Vorstände den VfB führen

Führungsriege: Sieben sollen die Geschicke des Vereins lenken

Einsatz: VfB-Spieler André Petersohn (rechts) gegen den FC Körle im Sommer. Foto: Archiv

Schrecksbach. Der VfB Schrecksbach will einen neuen Weg beschreiten, um seine Zukunft zu sichern. Die Mitglieder sollen über eine Satzungsänderung abstimmen. So wird ermöglicht, dass zukünftig sieben gleichberechtigte Vorstandsmitglieder anstatt eines Vorsitzenden die Geschicke des Vereins lenken.

Hintergrund: In der Jahreshauptversammlung des Traditionsclubs im Januar hatte sich kein neuer Vorsitzender gefunden (wir berichteten). Ein Kandidat war nicht in Sicht. In einer außerordentlichen Zusammenkunft des VfB wurde nun beschlossen, dass die Verantwortung der Vereinsführung zukünftig auf mehrere Schultern verteilt werden soll. Diese Idee hatte der derzeitige Vorstand ausgearbeitet.

Mitgliederversammlung

In einer kommenden Versammlung stimmen die Mitglieder dann über die Änderung ihrer Vereinssatzung und den Vorstand ab. Dafür sind zehn Prozent der Mitgliederstimmen notwendig, teilte Wahlleiter Andreas Schultheis mit. Die Sitzung werde in drei bis vier Wochen stattfinden.

Andreas Jäckel, noch amtierender Vorsitzender, sagte auf HNA-Anfrage, dass für fast alle der sieben Vorstandsposten bereits Bewerber gefunden seien. Nun hoffe man, die noch fehlenden Positionen besetzen zu können und ist guter Dinge, bald den kompletten Vorstand beisammen zu haben. Er will allerdings niemanden unter Druck setzen, solche Entscheidungen brauchen ihre Zeit. Mit Michél Bickert steht bereits ein junger Kandidat in den Startlöchern. „Mir liegt es am Herzen, dass alle die Ärmel hochkrempeln und die Arbeit weitergeht“, sagte der 25-Jährige.

Nach Auskunft des Vereinsregisters am Marburger Amtsgericht sei dieses Vorgehen rechtlich in Ordnung. Zwar ist es ungewöhnlich, dass so viele Personen, die Verantwortung tragen, doch das Gericht steht diesem Vorhaben nicht im Weg. „Es erscheint mir umständlich“, sagte eine Sprecherin. So müssen beispielsweise alle sieben Vorstandsmitglieder gemeinsam im Gericht erscheinen, um ihre Unterschriften beglaubigen zu lassen – fast eine kleine Vereinsfahrt.

Der gesamte Vorstand des VfB hatte sich vor einem Jahr zur Neuwahl gestellt. Einige Ehrenamtliche engagieren sich seit Jahrzehnten im Vorstand. Zudem sollte ein Generationswechsel eingeleitet werden. Jäckel übernahm vor zwei Jahren das Amt, seit zwölf Jahren engagiert sich der 33-Jährige bereits in der Vereinsführung. Aus beruflichen Gründen gibt den Posten ab. „Doch es muss weitergehen“, betonte er.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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