Äpfel, Maronen oder Hackfleisch:

Wie die Schneiders köstliche Weihnachtsgänse stopfen

Hütet das Rezept ihrer Gänsewürzmischung wie einen Schatz: Margret Schneider.

Heimarshausen. Um sicher zu sein, dass die Weihnachtsgans im Landhotel Ferienhof Schneider ein echter Gaumenschmaus ist, muss man sie gar nicht probiert haben. Ein Blick in die Gesichter der Gäste genügt, die freudig strahlend mit einem „mmh, lecker“ ihre Zufriedenheit unterstreichen.

Sie genießen im gemütlichen Restaurant die knusprige Weihnachtsleckerei bei Kerzenschein und wohliger Wärme aus dem Kamin.

„Fast wie bei Muttern“, schwärmt ein Gast und liegt damit genau richtig. „Unsere Gänse schmecken nicht nur wie bei Muttern, sie sind von Muttern“, sagt Küchenmeister Wolfgang Schneider und meint damit Seniorchefin Margret. Die hat früher beim Kochen ihrer Großmutter genau auf die Finger geschaut und die Zutatenliste bis heute nicht geändert.

Seit rund 30 Jahren verlassen sich zahlreiche Stammgäste auf die geheimen Zutaten, knapp zwei Tonnen Gänse, die freilaufend auf polnischen Weiden natürlich großgezogen werden, brutzeln Jahr für Jahr im Ofen der kleinen Küche. Um den Feinschmeckern der Region eine unvergessliche Schlemmerei zu garantieren, nehmen die Schneiders samt Team allerlei Strapazen auf sich. Während der Saison, die schon vor St. Martin im Oktober beginnt, heißt es früh aufstehen. Ab vier Uhr morgens wird das Federvieh für seinen rund vierstündigen Ausflug in den Konvektomaten vorbereitet. Es wird gesäubert, mit der geheimen Würzmischung eingerieben, mit Bioäpfeln der Region gefüllt und dann zunächst gedämpft, um das viele Fett aus der Unterhaut heraus zu ziehen.

Viel Zeit

Dabei lässt man sich in der Traditionsgaststätte in der ehemaligen Schule viel Zeit. „Durch die niedrige Gartemperatur bleibt das Fleisch entspannt und verkrampft nicht, bekommt so seine saftige Konsistenz“, berichtet Schneider. Ist der Braten gar, kommt er für einige Minuten unter den so genannten Salamander, eine Heizspirale, die arbeitet wie ein Grill und der Gans ihre leckere Knusperhülle verpasst Das knapp fünf Kilogramm schwere Tier wird für vier Personen zerteilt, mit hausgemachtem Grün-und Rotkohl, Kartoffeln und Knödeln auf einem silbernen Tablett angerichtet, bevor es schließlich dem Gast serviert wird.

Die Qualität hat sich längst herum gesprochen, begehrte Plätze zu Weihnachten sind schon seit März vergeben. Für all diejenigen, die in diesem Jahr das Nachsehen haben, hält Gänseexperte Schneider ein paar Tipps für die Zubereitung im heimischen Backofen bereit. „Auf die Füllung je nach Geschmack mit Äpfeln, Maronen oder Hackfleisch kommt es an“, so der 43-Jährige. „Doch das ist nicht alles, die Garzeit ist ebenfalls wichtig.“ Hier empfiehlt er, die Gans je nach Größe bei etwa 140 Grad Umluft für drei Stunden in die Röhre zu schieben, wobei sie nur während der ersten Stunde auf der Brustseite auf dem Rost liegen sollte, nicht im Bräter. Von der alten Methode, die Gans zunächst auszukochen, rät er ab, „dabei verliert sie an Geschmack“.

Bleibt nur, den Hobbyköchen ein gutes Gelingen zu wünschen. Ob die heimische Gans den Vergleich mit Schneiders Leckereien aufnehmen kann, das gilt es im nächsten Jahr zu überprüfen, doch dann am besten reservieren, schon bevor der Osterhase kommt. Lebendiger Adventskalender Wolfhagen: Weihnachtswellness mit Licht und Tee, 17 Uhr, Altes Rathaus Bründersen: Basteln, 17.30 Uhr, Treffpunkt vor der Kirche

Quelle: HNA

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