Fünf Jahre Naturparkzentrum: Annika und Uwe Hartmann ziehen Bilanz

Sie sind nicht nur Tochter und Vater, sondern auch das beste Team, das sich der Zweckverband Habichtswald für sein Naturparkzentrum auf dem Hohen Dörnberg wünschen kann. Uwe Hartmann ist von der ersten Stunde dabei, Tochter Annika leitet das kleine Infozentrum seit einem Jahr. Ein Interview von Sascha Hoffmann.

Fünf Jahre Naturparkzentrum. Sind Sie zufrieden mit den Entwicklungen?

Annika Hartmann: Auf jeden Fall. Klein angefangen, haben wir uns uns Stück für Stück doch recht ordentlich entwickelt. Haben anfangs Viele noch nicht mitbekommen, dass es uns überhaupt gibt, sind wir jetzt doch auf einem guten Weg.

Wir nehmen regelmäßig an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen Teil, kooperieren mit Institutionen wie Kassel Marketing, haben auch durch unsere Beteiligung am Hessentag viele Besucher aus dem Kasseler Raum anlocken können. Das ist sehr wichtig für uns, denn auch dort wollen wir so bekannt werden, wie es uns im Wolfhager Land schon gelungen ist.

Seit der ersten Stunde mit dabei: Uwe Hartmann freut sich über die derzeitige Ausbildung von 20 Naturparkführern.

Wie haben sich die Besucherzahlen entwickelt?

Annika Hartmann: Sehr positiv. Hatten wir im ersten Jahr nach der Eröffnung Anfang August gut 2300 Besucher, sind es in diesem Jahr bislang schon über 5000. Im gesamten vergangenen Jahr haben wir insgesamt 7400 Besucher gezählt, das waren schon wesentlich mehr als in den Jahren zuvor. Ich denke, in diesem Jahr schaffen wir einen neuen Rekord. Insgesamt haben in den fünf Jahren knapp 35.000 Menschen das Naturparkzentrum besucht.

Was ist die Idee hinter dem Naturparkzentrum?

Uwe Hartmann: Das Naturparkzentrum ist gedacht als Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Naturpark. Wir haben hier eine Möglichkeit geschaffen, uns selbst zu präsentieren.

Viele Standpunkte waren neben dem Dörnberg angedacht, aber es gibt glaube ich keinen besseren. Es ist einfach eine andere Welt hier oben, etwas ganz Besonderes. Der Dörnberg ist ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, das lässt sich nicht wegreden.

Was ist das Besondere am Naturparkzentrum selbst?

Annika Hartmann: Es ist nicht nur ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, sondern es informiert auch detailliert über den Naturpark und dessen naturräumliche, geschichtliche und geologische Begebenheiten sowie über Freizeit- und Veranstaltungsangebote im Bereich des Naturparks.

Die liebevoll gestaltete Ausstellung zeigt Wissenswertes zu den Themen Geologie, Geschichte und Naturschutz.

Und um das Angebot abzurunden, gibt es für Ihre Besucher auch noch Angebote, um den Naturpark aktiv zu erleben.

Die Leiterin des Informationszentrums: Annika Hartmann sieht das Naturparkzentrum auf einem guten Weg.

Uwe Hartmann: Das sind unsere Naturparkführungen, die von hier aus koordiniert werden. Gerade sind wir dabei, 20 neue Naturparkführer auszubilden, die sich ab Herbst unseren Besuchern annehmen werden.

Auch hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Es geht dabei darum, das Naturerlebnis mitzugeben, die Natur und all ihre Schönheiten mit sämtlichen Sinnen zu erleben. Ein sehr wichtiges Standbein für uns.

Was ist für die Zukunft geplant?

Annika Hartmann: Durch unseren Umbau sind wir nun in der Lage, einfacher und schneller Ausstellungswechsel zu realisieren. Wir sind thematisch flexibler geworden.

Das ist sehr wichtig, denn viele Besucher kommen immer wieder zu uns, da ist es schön, wenn es immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Zu den Personen:

Annika Hartmann wurde 1985 in Warburg geboren, wohnte erst in Breuna und lebt nun in Grebenstein. Nach ihrer schulischen Ausbildung im Altkreis studierte sie BWL als duales Studium und dann ging es zur Handwerksakkmer nach Kassel. Seit April vergangenem Jahres leitet sie das Infozentrum. Die 29-Jährige ist ledig und hat keine Kinder. In ihrer wenigen Freizeit ist sie bei der Freiwilligen Feuerwehr Grebenstein sowohl in der Einsatzabteilung als auch als Jugendwartin engagiert. Für weitere Hobbys bleibt wenig Zeit, dass sie gerne und sehr häufig in der Natur ist, versteht sich von selbst. (uli)

Uwe Hartmann wurde 1954 in Volkmarsen geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Ausbildung zum Gärtner, machte seinen Meister und führte viele Jahre einen eigenen Gartenbaubetrieb und ein Blumengeschäft (erst in Volkmarsen und

dann in Grebenstein). Dann wechselte er in den Naturpark Habichtswald. Der 60-Jährige ist gescheiden und hat drei Kinder (Tochter Annika und zwei Söhne). Hartmann geht gerne auf die Jagd in einem Revier in Breuna, bei weiteren Stöberjagden sind seine Hunde mit von der Partie. Außerdem reitet er schon lange und für sein Leben gern. (uli)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Fotos: Hoffmann

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