15-minütiger Film über Konfliktlösungen

Grundschüler drehten Film: Fünf Regeln gegen Streit

Streit in der Mensa: Als sich Daniel Szumski (links) und Igor Obuchov (Mitte) um den letzten Stuhl am Tisch streiten, geht Nick Niebel (rechts) mit der Stopp-Regel dazwischen. Das Team (hinten) filmt die Spielszene. Fotos: Eberlein

Gudensberg. „Ich verhalte mich fair, bin freundlich, ehrlich, sorgsam und strenge mich an.“ Das sind die fünf Regeln, die an der Grundschule in Gudensberg gelten. Und wenn es einmal zu Streitigkeiten kommt, dann gibt es die Stopp-Regel, an die sich alle halten sollten.

Bei einem Filmprojekt haben die 24 Schüler der Klasse 4b von Susanne Herold diese Regeln szenisch umgesetzt. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Gabriele Roßmüller und dem Medienpädagogen Felix Pätzold aus Kassel haben die Kinder ein Drehbuch erarbeite, das auf Situationen basiert, die die Schüler selbst erlebt haben und die sich auf die Schulregeln beziehen.

Eingebettet in eine Rahmenhandlung, kommt es in dem etwa 15-minütigen Film immer wieder zu Situationen, wie sie im Schulalltag auftreten. Doch vorbildlich halten sich alle an die Regeln und können so Konflikte, Streitereien und Missstände selber lösen.

Im Film sieht das etwa so aus: Eine Gruppe von Mädchen möchte ein Spiel spielen, es fehlt jedoch noch ein Mitspieler. Gleich drei Schüler möchten mitmachen, es kommt zu einem Streit. Da hat eines der Mädchen eine gute Idee. Sie holt ein anderes Spiel, bei dem alle mitmachen können und hat so die Regel „Ich bin fair“ angewandt, um den Konflikt zu lösen. Es sind also einfache Dinge, die dazu beitragen können, den Schulalltag für alle schön und harmonisch zu machen. Es braucht dafür nur manchmal einen kleinen Anstoß. Diesen bieten die Regeln, die an der Grundschule gelten.

Der Film soll zukünftig zur Erklärung, Erinnerung und Veranschaulichung der Regeln den Schülern der Grundschule Gudensberg zu Anfang des Schuljahres und anderen passenden Gelegenheiten gezeigt werden.

Neben dem nützlichen Part des Projektes hatten die Kinder jede Menge Spaß bei den Dreharbeiten. Sie haben aber auch gelernt, wie schwer es ist, die richtige Mimik und Gestik anzuwenden und wie viel Zeit es braucht, um schließlich eine winzige Szene in den Kasten zu bekommen.

Der fertige Film wird am 9. Oktober ab 19 Uhr im Bürgersaal der Stadt Gudensberg für die Öffentlichkeit zu sehen sein.

Für das gewaltpräventive Filmprojekt gab es eine 2000- Euro-Spende von der Aktion Kinder für Nordhessen. Zusätzlich erhielt die Schule aus dem Fördertopf 1000 Euro für die Tanz-AG.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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