Leader-Programm wird neu aufgelegt: Fünf Regionen haben Chancen auf Fördergeld

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Beispiel für eine Förderung durch das Leader-Programm: Die Kellerwälder Erlebnisbrauerei in Gilserberg. Auf dem Foto das Ehepaar Klöpper.

Schwalm-Eder. Fünf Region im Landkreis rechnen sich gute Chancen aus, auch künftig Geld aus dem so genannten Leader-Programm zu erhalten. In den vergangenen sechs Jahren standen 6,8 Millionen Euro zur Verfügung, um die Lebensqualität in den Dörfern zu verbessern. 

Außerdem wurden damit Arbeitsplätze geschaffen und der Abwanderung junger Leute entgegengewirkt. Viele Menschen haben sich in Arbeitsgruppen daran beteiligt, die Konzepte für die neue Förderperiode (2014 bis 2020) auszuarbeiten.

Bis zum 1. September müssen sie beim Land eingereicht werden. 24 Regionen bewerben sich hessenweit für die neue Kampagne. 61 Millionen Euro stelle die EU zur Verfügung, die vom Land verteilt werden. Die Regionalmanagerinnen im Schwalm-Eder-Kreis hoffen auf eine Förderung von jeweils etwa zwei Millionen Euro. Alle fünf sind optimistisch, dass die Bewerbung erfolgreich ist, da Hessen den ländlichen Raum mit dem Leader-Programm stärken wolle. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen.

Vorhandene Schwächen (demografischer Wandel, Abwanderung junger Leute und Finanzschwäche der Kommunen) sollen spezifische Stärken entgegengesetzt werden. Dazu zählen aus Sicht der Regionalmanagerinnen die reizvolle Natur, die dem Tourismus zugute komme, Kultur- und Gesundheitsangebote sowie die Nutzung von regenerativer Energie.

Die Beteiligung der Menschen in den Dörfern sei sehr gut. „Sie haben erkannt, dass nicht nur geredet wird und nicht nur schöne Pläne gemacht werden“, sagt etwa Sonja Pauly von der Region Schwalm-Aue. Die Förderung lasse tatsächlich zu, dass die Leute mitmachen könnten, fügt Ute Raband hinzu, die für die Region Casseler Bergland arbeitet. Die Förderbereiche liegen im Schwalm-Eder-Kreis, schließen aber auch Teile von Nachbarkreisen mit ein.

Von Heinz Rohde 

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Quelle: HNA

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