Für mehr Ordnung im Schulwegtrubel

14 neue Busbegleiter an der Elisabeth-Selbert-Schule

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Schulbus statt Klassenzimmer: Die neuen Busbegleiter der Elisabeth-Selbert-Schule mit Lehrerin Marianne Reichelt-Fels, Schulleiter Lars Grenzemann, Landrat Uwe Schmidt und Birgit Schaumburg (KVG).

Zierenberg. Jeden Tag das Gleiche: Kaum steht der Schulbus bereit, beginnt das Drängeln. Jeder will als Erster rein, da kann es zwischen Bürgersteig und Fahrzeug gefährlich eng werden.

Auch die Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule kennen derartige Situationen nur zu gut, viele von ihnen fahren schließlich selbst Tag für Tag mit dem Bus zur Zierenberger Gesamtschule. Größere Probleme gehören hier allerdings längst der Vergangenheit an, denn seit mittlerweile zehn Jahren sorgen ausgebildete Busbegleiter für Ordnung im Schulwegtrubel.

14 Jungen und Mädchen haben sich gerade ausbilden lassen und wissen genau, dass es im Alltag durchaus um mehr gehen kann als vermeintlich harmlose Schubserei. Schnell kann aus einem kleinen Streit eine ausgewachsene Schlägerei werden und dann ist es wichtig, Ruhe zu bewahren.

Helfen? – Ja. Selbst in Gefahr bringen? – Nein. Daher ist das richtige Einschätzen potenzieller Gefahrensituationen auch ein besonders wichtiger Baustein der Ausbildung, der sich die ESSler Luis Fink, Janik Hoffmann, Marius Johannes, Darleen Krahl, Dillon Ludwig, Antonio Micino, Lasse Meurer, Elias Ring, Jannis Rudolph, Pawel Szopinski, Sophie Tänzler, Celina Thiel, Antonia Tornehl und Johnny Zimmer gemeinsam mit Lehrerin Marianne Reichelt-Fels sowie den bereits ausgebildeten Busbegleitern und heutigen Mentoren Lea Bierwirth, Joline Rudolph und Levin Schaffer mit viel Engagement gestellt haben und nun Experten im Bereich Konfliktbewältigung und Streitschlichtung sind.

„Sie haben Dinge gelernt, die sie nicht nur im Bus oder in der Bahn benötigen, sondern von denen sie ihr Leben lang profitieren werden“, sagt Landrat Uwe Schmidt, der es sich am Mittwoch nicht nehmen ließ, den Acht- und Neuntklässlern ihre Zertifikate persönlich zu überreichen. „Ihr habt viel gelernt und dabei gesehen, dass man gemeinsam stark ist und im Team zusammenarbeiten muss“, so Schmidt, der sich sicher ist, dass jeder Einzelne für sich auch in Zukunft von der Ausbildung profitieren wird. „Ihr könnt mit eurem Zertifikat immer belegen, dass ihr euch schon in der Jugend ehrenamtlich engagiert und für die Gesellschaft eingesetzt habt.“

Quelle: HNA

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