Aus fürs Kaufhaus in Spangenberger Garten

Schließen das kleinste Gartencenter im Landkreis: Dietmar und Angelika Brandt aus Spangenberg geben den Betrieb in ihrem Garten auf. Foto:  Brandau

Spangenberg. Angelika und Dietmar Brandt werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie ihren Garten nun wieder für sich allein haben. Die beiden hat es nie gestört, wenn wildfremde Menschen um die Ecke bogen und die Brandtschen Töpfe und Terracotta quasi von der Terrasse weg kauften.

Der Besucherstrom war den Brandts willkommen, denn genau das war ihre Geschäftsidee: Sie betrieben eine Art Mini-Gartencenter am eigenen Haus. Nach neun Jahren schließen die beiden nun ihr Gartenkaufhaus – sie wollen mehr Zeit mit der Familie haben. Diese Familie wächst beständig: zwei Enkel gibt es bereits , der dritte wird erwartet. Ein Kindertischchen mit vier quietschblauen Stühlchen zeigt, dass die Enkelschar noch größer werden könnte.

„Erst hatten wir einen Garten, jetzt hat der Garten uns.“

Angelika Brandt

Der Betrieb des Gartenkaufhauses hinterlässt aber noch viele Spuren auf dem Grundstück, das über und über mit Blumen bepflanzt, mit Sitzecken bestückt und mit stilvollen Dekoartikeln versehen ist.

Der Brandtsche Garten birgt hinter jeden Ecke und auf gleich mehreren Ebenen und Terrassen Überraschungen. Wie den original italienischen Pizzaofen, aus dem heraus die beiden bei großen Gartenfesten schon ungezählte Menschen verköstigt haben. „Erst hatten wir einen Garten, jetzt hat der Garten uns“, witzelt Angelika Brandt.

Freundschaften entstanden

Der Garten hat für die Brandts viele Facetten. Er war kreative Gestaltungsfläche, intensiver Arbeitsstelle, ungewöhnlicher Veranstaltungsort, Party-Location und auch eine lebhafte Kontaktbörse. „Es sind durch das Gartenkaufhaus auch viele Freundschaften entstanden“, sagen die Brandts, die sich im Spangenberger Rosengartenverein engagieren.

Dietmar und Angelika Brandt haben sich die Entscheidung, das Gartenkaufhaus zu schließen, gut überlegt. Natürlich habe es Spaß gemacht, Dinge auszusuchen, anzubieten, Menschen im eigenen Garten kennen zu lernen, doch sei diese Zeit nun vorbei. „Auf uns wartet eine neue Lebensphase, auf die wir uns ehr freuen“, sagt der Spangenberger Innenarchitekt. Eine, in der nicht mehr die Kundschaft den Garten belebt, sondern eine ganze Kinderschar.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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