Fürs Studium kellnerte sie

Elisabeth Barth ist die neue Pfarrerin in Melsungen

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Ab November Pfarrerin in Melsungen: Elisabeth Barth.

Melsungen. Die Theologin Elisabeth Barth tritt im November die Nachfolge von Sandra Scholz an.

Elisabeth Barth tritt im November die Pfarrstelle II in Melsungen und Obermelsungen an. Mit dem Fachwerk in der Bartenwetzerstadt verbindet die 30-Jährige etwas Heimat.

Die evangelische Theologin ist im Marburger Land aufgewachsen - auch dort und in ihrem Heimatort Schönbach gibt es jede Menge Fachwerk. Auf das musste die Neue im Kirchenkreis Melsungen für längere Zeit bislang nur in Vellmar-Frommershausen bei Kassel verzichten, wo sie nach ihrem Studium an der Philipps-Universität Marburg ihr Vikariat absolvierte. Für kürzere Zeiträume verließ sie das Marburger Land auch für Fernreisen: In Äthiopien absolvierte Elisabeth Barth ein dreimonatiges Praktikum bei der Mekane Yesus Kirche in Addis Abeba. Andere Reiseziele hießen Ägypten, Namibia, England. Zum Reisen hat die 30-Jährige bislang trotzdem wenig Zeit gehabt. Denn ihr Studium finanzierte sie selbst, unter anderem kellnerte sie zehn Jahre lang in einem Café in Amöneburg und arbeitete an einer Supermarktkasse.

Kindergottesdienste, Bibelgeschichten und Religionsunterricht haben Elisabeth Barth schon früh fasziniert. Ihren Berufswunsch prüfte sie schon mit einem Schulpraktikum bei einem Pfarrer. Das Abitur machte sie an der Stiftsschule St. Johann, einem katholischen, ökumenisch offenen und staatlich anerkannten Gymnasium in Amöneburg.

Elisabeth Barth wuchs in einer Handwerkerfamilie auf und bringt für ihre neue Aufgabe großes Interesse an Sozialdiakonie und Ökumene mit. In Melsungen will sie sich erst einmal in ihrem Team mit noch Dr. Sigurd Sadowski, Andreas Bielefeldt und Norbert Mecke verorten. Dienstbeginn ist der 1. November.

Termin: Elisabeth Barth stellt sich der Gemeinde am Reformationstag bei einem Gottesdienst vor. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 31. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtkirche Melsungen. Nach dem Gottesdienst gibt es einen Empfang. 

Quelle: HNA

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