22 Treffen bis Oktober 

Fusion der Kirchenkreise Melsungen, Homberg und Ziegenhain geht voran 

+
Die Stadtkirche Melsungen

Schwalm-Eder. Der Kirchenkreis Melsungen verstärkt ab Sommer die Kooperation der Gemeinden. Von Januar bis Oktober stehen 22 Treffen der beiden Arbeitsgruppen an, die sich um den Zusammenschluss kümmern. 

Während der Kreissynode in Melsungen berichtete Dekan Norbert Mecke von „gutem, freundschaftlichem Umgang miteinander“.

Mitglieder der Arbeitsgruppen sind ehrenamtliche Gemeindeglieder und Hauptamtliche wie Pfarrer aus allen drei Kirchenkreisen. Die Konzepte müssen spätestens zu den Frühjahrssynoden 2019 vorliegen, inklusive eines gemeinsamen Haushaltsentwurfs 2020. Alle drei Kreissynoden müssen einmütig die Konzepte beschließen.

Nach der Ratifizierung der Landessynode im April 2019 erfolgt die Fusion zum 1. Januar 2020: Dann gibt es einen großen Kirchenkreis mit drei Dekanatsbezirken.

Fusion Kirchenkreise: Kirchspiele kooperieren

Eine Vernetzung der Pfarrämter wird schon ab Sommer auf die Gemeinden im Kirchenkreis Melsungen zukommen. Es werden sogenannte Kooperationsräume aus zumeist benachbarten Kirchspielen festgelegt. Die sollen laut Dekan Mecke helfen:

  • eine verlässliche Vertretung der Pfarrer bei Urlaub oder im Krankheitsfall zu geben
  •  einen gemeinsamen Gemeindebrief zu erstellen;
  •  eine gemeinsame Konfi-Fahrt zu organisieren, insbesondere wenn es sehr wenige Konfirmanden in einem Kirchspiel gibt;
  •  den Konfirmandenunterricht halbjährlich zwischen den Pfarrern wechseln zu lassen;
  • im Bereich der Seniorenarbeit zusammenzuarbeiten.

Hilfe bei Verwaltung

Die Pfarrer sollen künftig auch von Verwaltungsassistenten entlastet werden. Unterstützung erhalten sie für drei Wochenstunden. Die Assistenten können die Führung der Kirchenbücher und die Organisation von Gemeindefesten übernehmen, Ausschusssitzungen vorbereiten und die Gemeindebriefe erstellen. „Das schafft Freiräume für die Pfarrer“, sagt Dekan Norbert Mecke. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet.

Für die Stadt Melsungen plus Röhrenfurth und Schwarzenberg steht das Konzept bereits. 

Bis Ostern liegen in den Kirchen des Kirchenkreises Melsungen Unterschriftenlisten aus. Darin wird das Land Hessen gefordert, die Finanzierung der Müttergenesung des Diakonischen Werkes zu sichern. Im Kirchenkreis Melsungen habe es im vergangenen Jahr 123 Beratungen und 38 Antragsstellungen zu Mutter- beziehungsweise Vater-Kind-Kuren gegeben. Im gesamten Schwalm-Eder-Kreis waren es 431 Beratungen und 153 Antragsstellungen. 

4400 Gemeindemitglieder weniger 

Weil die Kirchengemeinden Heinebach und Dörnhagen-Fuldabrück den Kirchenkreis Melsungen verlassen haben, wurden 4400 Gemeindemitglieder an die Nachbarn abgegebeb. Das teilte Dekan Norbert Mecke mit. Heinebach wechselte zum Kirchenkreis Rotenburg und Dörnhagen-Fuldabrück zum Kirchenkreis Kaufungen. Diese Umgliederung war von der Landessynode zum 1. Januar 2018 beschlossen worden. Dem Kirchenkreis Melsungen gehören nun rund 24.000 evangelische Christen an. 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare