Kosten würden sich auf 600.000 Euro belaufen 

Fußballer wollen Kunstrasen für Sportplatz in Guxhagen

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Trostloser Anblick: Der B-Platz an der Schönen Aussicht in Guxhagen muss dringend erneuert werden. Möglicherweise spielen die Tuspo-Fußballer bald auf Kunstrasen.

Guxhagen. Der trockene Sommer hat den Sportplätzen im Kreisteil ordentlich zugesetzt. Insbesondere der B-Platz in Guxhagen hat gelitten, da er nicht bewässert wurde. Damit dort nächstes Jahr wieder gekickt werden kann, muss etwas geschehen, sagt Bürgermeister Edgar Slawik.

Und auch Klaus Gerhold, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Guxhagen (Tuspo) sagt: „Der Platz ist in einem desolaten Zustand.“

Der Zeitplan

Noch in diesem Jahr sollen die Gemeindevertreter darüber entscheiden, ob der B-Platz eine neue Natur-Rasenfläche bekommt oder zu einem Kunstrasenplatz umgebaut wird.

Die Entscheidung müsse noch in diesem Jahr fallen, damit das nötige Geld im Haushalt fürs kommende Jahr eingestellt werden kann und die Bauarbeiten zügig starten könnten, sagt Slawik. Ein Anspardarlehen, das 2014 für die Sanierung des Platzes aufgenommen wurde, sei nun fällig. 200.000 Euro stehen daraus zur Verfügung.

Die Varianten

Zwei Varianten stehen laut Slawik für den B-Platz zur Auswahl: Entweder ein herkömmlicher Rasenplatz oder ein Kunstrasenplatz. Während ein normaler Rasen mit Kosten von maximal 300.000 Euro zu Buche schlägt, würde ein Kunstrasenplatz etwa 600.000 Euro kosten.

Der Favorit

Der Tuspo favorisiert ganz klar den Kunstrasenplatz, teilen Gerhold und Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Siebert mit. „Wenn der Platz nur saniert wird, sieht er innerhalb kürzester Zeit wieder genau so aus wie jetzt“, sagt Gerhold.

Auf einem Kunstrasenplatz könne man ganzjährig unabhängig vom Wetter spielen. „Und eine moderne Trainingsstätte wäre eine Motivation für Trainer und Spieler.“ Hinzu komme, dass man mit einem Kunstrasenplatz sicherlich neue Mitglieder für den Verein gewinnen könnte, sagt Gerhold. Die Investition in einen Kunstrasenplatz würde sich lohnen, sind sich Siebert und Gerhold einig. „Nur so, wie der Platz jetzt aussieht, geht es nicht mehr. Da macht Spielen keinen Spaß“, sagt der Vorsitzende. Einige Fußballer kämen schon nicht mehr zum Training, weil sie schlicht nicht auf dem schlechten Platz spielen wollen, erzählt Gerhold.

Ein Kunstrasenplatz könne zudem einer deutlich größeren Belastung ausgesetzt werde. 1500 bis 2000 Stunden könnte der Platz im Jahr bespielt werden. Auf einem normalen Rasenplatz zeigten sich nach etwa 800 Stunden Abnutzungsspuren.

Die Bedenken

Deshalb lohne sich der Kunstrasenplatz allerdings auch erst, wenn der Platz mehr als 800 Stunden im Jahr bespielt wird, sagt Slawik. Etwa 20 Stunden pro Woche, das sind über 1000 Stunden im Jahr, werde der Platz zurzeit für den reinen Trainingsbetrieb der Tuspo-Fußballer genutzt, sagt Siebert. „Unter der Woche ist dort von 16.30 bis 20.30 Uhr durchgehend Betrieb.“

Slawik weist außerdem darauf hin, dass der Kunstrasen besondere Pflege benötige. Ein entsprechendes Gerät dafür habe der Bauhof in Baunatal. Mit der Stadt könne man dann möglicherweise einen Nutzungsvertrag schließen. Nach frühestens zwölf Jahren müsse der Kunstrasen erneuert werden. Über 200.000 Euro würde die Erneuerung kosten, sagt Slawik. Um das zu finanzieren, müsste die Gemeinde Rückstellungen bilden.

Quelle: HNA

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