Fußgänger in der alten Wasserfestung: Wo sollen sie denn nun über die Straße gehen?

Kein Platz für einen Zebrastreifen: Die Prüfung der Planer ergab, dass zwischen Rangenturm (hinten) und Museum kein Überweg angelegt werden kann.

Schwalmstadt. Über die Anlage seit langem geforderter Fußgängerüberwege in der Festung Ziegenhain wird weiter diskutiert. Wie berichtet, soll der beleuchtete Zebrastreifen nun zwischen dem Hotel Landgraf und dem Kleinen Paradeplatz eher am südlichen Ausgang platziert werden.

Über diese Variante will der Ortsbeirat aber erstmal beraten, deshalb wurde der Tagesordnungspunkt in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung noch einmal verschoben. Ortsvorsteher Karsten Schenk, zugleich Vorsitzender der CDU Schwalmstadt, erläuterte auf HNA-Anfrage, dass das Gremium selbstverständlich gehört werden muss.

Zumal der Ortsbeirat eine andere Lösung favorisiert hatte. Laut Schenk wollte das elfköpfige Gremium eigentlich, dass der Überweg in Höhe der Metzgerei Bechtel entsteht. Schenk will der Beratung nicht vorgreifen, klar ist für ihn allerdings, dass zwei Überwege die Stadt zu teuer kommen, da Bau und Beleuchtung je 15 000 Euro kosten.

Unterdessen sprach sich Schenk bereits klar gegen Aufpflasterungen oder Vergleichbares aus: Der hohe Lärmpegel und die geringe Haltbarkeit solcher Maßnahmen seien im Stadtgebiet an verschiedenen Stellen wie der Wiederholdstraße und dem Steinweg ablesbar.

Anders sieht das der Arbeitskreis Festung. Laut Vorsitzendem Bernd Völker wünscht der sich mehrere, gern aufgepflasterte Überquerungspunkte und auch die Anbindung an den Bahnradweg. Laut Völker sind die Festungs- und die Landgraf-Philipp-Straße für die Markierung eines Radstreifens breit genug. Der Arbeitskreis findet es besonders wichtig, dass die Zerschneidung in zwei Hälften durch die ehemalige Bundesstraße abgemildert wird. Außerdem sollte die ganze Festung zur Tempo-30-Zone erklärt werden, sagte Völker. (aqu)

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Quelle: HNA

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