43 Geflügelzüchter zeigen in Zimmersrode ihre besten Tauben und Zwerghühner

Fußpflege vor der Schau

Ulrich Flor mit einem seiner Täuber aus der Rasse der Modeneser, andalusierfarbig. Der junge Täuber hat eine vielversprechende Haltung und ein schön gezeichnetes Gefieder. Foto: Hebeler

Zimmersrode. Mit stolzgeschwellter Brust steht der junge Andalusier-Täuber auf der Hand von Ulrich Flor. Er ist einer von 377 gefiederten Schönheiten, die sich den Preisrichtern am 7. und 8. Januar in der Turnhalle in Zimmersrode stellen werden.

Der Geflügelverband Zimmersrode hat die Züchter der Region von Gießen bis Stadtallendorf eingeladen, 43 Züchter haben zugesagt. Die Preisrichter haben die Aufgabe, die Tiere zu begutachten und nach den jeweiligen Rassemerkmalen zu bewerten.

Eine Rasse-Werbe-Sonderschau gilt den Deutschen Modenesern, einer Huhntaubenart, die sich durch ihre stolze Haltung auszeichnet, wenn sie mit geschwellter Brust und aufgerichtetem Schwanz einherschreitet. Sie ist außerdem meist handzahm und somit für Jungzüchter geeignet.

Ulrich Flor ist der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins in Zimmersrode und organisiert mit seinen Vereinsmitgliedern diese Schau. Er selbst hat sich auf die Zucht von Modeneser-Tauben des Schlages andalusierfarbig spezialisiert.

Sein Täuber macht seinem Namen alle Ehre: Die Brust herausgedrückt und den Schwanz steil angestellt, wirkt er wie ein stolzes und edles Ross. Der Gesamteindruck wird verstärkt durch den lila und grünen Glanz auf den ansonsten antrazitfarbenen Federn und das wachsame Auge.

Für die Schau bekommt er noch eine Fußpflege, er wird gebürstet und eingecremt. Zur Belohnung gibt es eine halbe Erdnuss. Noch lebt der junge Täuber allein, denn noch hatte er keine Gelegenheit, sich eine Gefährtin zu wählen.

Nach der Zuchtschau aber, so Flor, werde er eine passende Jungtaube wählen und dem jungen Täuber vorstellen. Da Tauben monogam leben, sei das immer eine sehr wichtige Zeit für den Züchter. „Er sollte sich möglichst nicht schon vorher in eine andere Taube vergucken“, erklärte Flor.

Die Ausstellung wird zu Ehren des jüngst verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden unter dem Namen „Adolf- Wolafka-Gedächtnisschau“ geführt. Wolafka war über 40 Jahre als Züchter im Verein tätig. Seine Spezialität waren die schlesischen Kropftauben.

78 Zwerghühner, darunter auch seltene Exemplare wie Zwerg-Phönix mit einem 1,20 Meter langen Schwanz, Chabos – lockig, seidig und glattfedrig – oder Zwerg-Asil und eine ganze Palette mit Kropftauben sowie Formentauben sind gemeldet worden.

Bewertung und Schau

Am Samstagmorgen findet die Bewertung statt, für 15 Uhr ist die Eröffnung der Schau in der Turnhalle geplant. Am Sonntag ist die Ausstellung von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Als Preise sind ein Band des Bundes Deutscher Geflügelzüchter, das Neuentaler Ehrenband sowie der Neuentaler Champion ausgelobt.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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