FWG-Fraktion setzt sich für Barrierefreiheit und Stellplätze ein

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Zugang verbessern: Die Homberger FWG-Fraktion möchte die Barrierefreiheit in der Homberger Altstadt verbessern.

Homberg. Mehr Barrierefreiheit am Marktplatz und bessere Wohnmobilstellplätze will die Fraktion der Homberger Freien Wähler (FWG) bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 2. Februar, erreichen. Beide Anträge sind von der AG Stadtentwicklung der FWG erarbeitet worden.

Demnach sollen die Treppenstufen neben dem Philippsdenkmal vor der Touristinformation durch eine Rampe ersetzt werden. Seit dem Umbau des Marktplatzes sei es nicht möglich, barrierefrei vom Marktplatz Richtung Rathaus/ Obertor zu gelangen.

Wer diesen Weg mit einem Kinderwagen, einer Gehhilfe, einem Rollstuhl oder einem geschobenen Fahrrad zurücklegen will, muss entweder über Treppenstufen auf die obere Gehwegebene gelangen oder, nachdem der Wassergraben überwunden wurde, auf der Fahrbahn die Straße entlang laufen, heißt es im FWG-Antrag. Eine statt der Stufen gebaute Rampe könne sich bei entsprechender Planung elegant an der Mauer des erhöhten Sitzbereiches der Außengastronomie entlang ziehen.

Mit einem weiteren Antrag schlägt die FWG vor, ergänzend zum vorhandenen Wohnmobilstellplatz an der Bundesstraße 323 weitere Parkplätze für Wohnmobile in der Stadt auszuweisen. Im Antrag heißt es zur Begründung: "Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums geben Wohnmobiltouristen an den bereisten Orten rund 40 Euro pro Tag und Person aus. Gäste, die den derzeitigen Homberger Wohnmobilstellplatz nutzen, haben dazu leider kaum Gelegenheit", teilt die FWG mit.

Es gebe im Umfeld keinerlei Gastronomie, keinen Handel, und die attraktive Altstadt sei weder zu sehen noch wäre sie zu Fuß schnell erreichbar. "Hinzu kommt, dass die Wegweisung an den umgebenden Bundesstraßen um die Stadt herum führt, so dass die Reisenden noch nicht einmal bei der Anreise einen Eindruck von Homberg erhalten."

Um den Investitionsaufwand möglichst gering zu halten schlägt die FWG vor, den vorhandenen Platz mit den funktionalen Einrichtungen zu erhalten, aber um weitere ausgewiesene Parkflächen ohne gesonderte Infrastruktur zu ergänzen.

So werde es ermöglicht, dass Wohnmobilisten zentrumsnäher parken, wobei die Ver- und Entsorgungseinrichtungen bei der An- oder Abreise trotzdem genutzt werden können. Solche zusätzlichen Stellplätze sollen nach Vorschlag der FWG am Reithausplatz, am Schwimmbad und an der Wallstraße ausgeschildert werden. "Schon lange sucht man in Homberg nach Verbesserungsmöglichkeiten für den Wohnmobilstellplatz", sagt Christian Utpatel, Sprecher der FWG AG Stadtentwicklung. Der FWG-Vorschlag erfordere keine großen Investitionen und sei schnell und kostengünstig umzusetzen. "Unser Ziel muss es sein, schon für die Sommersaison in diesem Jahr ein besseres Angebot machen zu können und damit im Tourismus von den Wohnmobilisten zu profitieren." (may)

Quelle: HNA

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