Für Windenergie am Rödeser Berg

Galloways regeln Naturschutz an den Holzwiesen in Wolfhagen

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Robuste Landschaftspfleger: Die Beltet-Galloways von Steffen und Bernd Sälzer (von links) im Bild mit Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen. Die Holzwiesen sind Naturschutzflächen und werden von der Rinderherde gepflegt. 

Wolfhagen. Auf einer Fläche von 7,5 Hektar ist in Wolfhagen an den Holzwiesen eine neue Natur- und Entwicklungsfläche angelegt worden.

Sie dient als Ausgleichsfläche für die Windenergieanlagen am Rödeser Berg. Beteiligt an diesem Projekt ist die Stadt Wolfhagen, Hessen-Mobil und der Sälzer-Hof Istha. Die Familie Sälzer lässt auf ihrer angepachteten Fläche von rund 1,5 Hektar ihre Belted-Galloway-Rinderherde (Belted = Gürtel) leben. Die Tiere sind die natürlichen Landschaftspfleger.

„Es geht uns darum, die Naturschutzfläche natürlich zu pflegen“, sagte Stephan Schmidt, zuständig für Naturschutz bei der Stadt Wolfhagen. Die natürliche Pflege bedeute auch artgerechte Haltung der Tiere. Und das entspricht wiederum der Philosophie der Familie Sälzer, die ihre Galloways natürlich und ganzjährig draußen halten. Bernd und Steffen Sälzer legen großen Wert auf artgerechte Haltung und die Galloways fühlen sich draußen tierisch wohl. Und sie haben nicht nur kuscheliges Fell, auch ist ihre Haut viel dicker und sie können Kälte gut vertragen.

Bevor die jüngste Naturschutzfläche bei Istha eine solche wurde, wurde sie eingezäunt, Hecken und Bäume gepflanzt und drei Amphibienteiche angelegt. Hessen-Mobil errichtet mit der Schaffung dieser Ausgleichsflächen Ersatzquartiere, um den durch Baumaßnahmen eintretenden Verlust an Lebensraum für Tiere zu kompensieren. Bei der Fläche der Holzwiesen wurde für die bebauten Flächen am Rödeser Berg ausgeglichen. Die Stadt Wolfhagen kümmert sich um die Standorte und verpachtet sie an Rinderbesitzer.

Den Unterstand für die Belted-Galloways haben Sälzers gebaut. Die Tiere können sich dort unterstellen, wenn sie möchten. Zusätzlich hat Bernd Sälzer einen Baum ausgehöhlt und per Schlauch Wasser aus dem Bach in den Holzkörper gelegt, damit die Galloways frisches Naturwasser trinken können.

Diese natürliche Haltung gibt den Galloways Zeit, heranzuwachsen und den unverwechselbaren Eigengeschmack des Fleisches zu entwickeln. An ihrem Lebensende werden Schlachtbullen im Alter von 26 bis 30 Monaten direkt auf der Wiese getötet. Schuss auf Weide bedeutet eine tierfreundliche Alternative zum Schlachthof. Ohne Stress und Aufregung und letztlich ohne Leid für die Tiere.

Quelle: HNA

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