Ganoven im Netz aktiv: Polizeistation warnt vor Phishing-Angriffen

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Karsten Turski

Wolfhagen. Die Polizeistation Wolfhagen warnt aktuell vor so genannten Phishing-Angriffen über das Internet. Kürzlich war ein 52-jähriger Mann aus Wolfhagen betroffen. Er befand sich im Mai dieses Jahres in einem Kuraufenthalt.

 „Während dieser Zeit wollte er mit seinem Laptop online eine Überweisung tätigen“, erklärt Hauptkommissar Karsten Turski. Hierbei sei der Wolfhager wohl auf eine vorgetäuschte Seite seiner Hausbank aus Wolfhagen gekommen. „Er wurde nun aufgefordert, sich mit seiner TAN-Nummer auszuweisen, was er dann auch tat“, so der Hauptkommissar. Der Bankberater des 52-Jährigen habe ihn dann einen Tag später angerufen und darauf hingewiesen, dass ihm eine Überweisung merkwürdig vorgekommen sei. Turski: „Es wurde dann festgestellt, dass mit der aufgeforderten TAN-Nummer eine illegale Überweisung von 3769,82 Euro auf ein Konto nach England erfolgte. Da der Fall rechtszeitig bekannt wurde, konnte der Betrag zurückgeordert werden.“

Ein weiterer Fall ereignete sich ebenfalls Mitte Mai. Geschädigt war hier ein 24-Jähriger aus Zierenberg. Auch hier haben unbekannte Täter vermutlich mit „abgefischten“ Daten 2300 Euro auf ein Konto nach England transferiert, die glücklicherweise wieder zurückgebucht werden konnten, heißt es bei der Polizeistation.

Ein ein dritter Fall wurde Anfang Juni gemeldet. Eine 54-Jährige aus Wolfhagen und ihr Lebensgefährte erhielten seit April 2011 ständig belästigende Anrufe von unterschiedlichen Gewinnspielfirmen. Hauptkommissar Turski: „Diese gaben vor, dass ein Gewinn ausstehen würde, der natürlich nicht ausbezahlt wurde. Bei einem weiteren Gespräch wollte man nun die Kontonummer haben, um den Gewinn zu überweisen.“ Nachdem die Übermittlung der Kontonummer versagt worden sei, teilte man mit, dass man diese schon längst haben würde, so Turski: „Ein paar Tage später stellte die Geschädigte fest, dass mehrere dieser angeblichen Gewinnspielfirmen Abbuchungen vorgenommen hatten. Der Schaden belief sich auf circa 200 Euro, die ebenfalls wieder rückgängig gemacht werden konnten.“

In diesem Fall war nicht bekannt, wie die Täter an die Daten der Geschädigten gelangten. (awe)

Quelle: HNA

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