Von Küken zum Festtagsbraten: Jetzt ist Schlachtzeit für die Weihnachtsgänse

Gans entspannte Zeit

Haben viel Auslauf: Die Gänse von Alexandra und Markus Fuhrmann leben auf einer großen Weide. Foto: Yüce

Zennern. Noch watschelt der Festtagsbraten über die Weide. Aber nicht mehr lange: Bald ist Weihnachten, und spätestens kurz vorm Fest hat das letzte Stündlein für die Gänse und Enten auf dem Hof von Markus und Alexandra Fuhrmann in Zennern geschlagen. Denn immer wieder klingelt in diesen Tagen bei den Fuhrmanns das Telefon – Familien, Gastwirte und Co. geben ihre Bestellungen durch. Es ist Schlachtzeit.

Die meisten der 500 Gänse und 200 Enten werden Weihnachten auf den festlich gedeckten Tischen landen. Einige von ihnen sind schon nicht mehr da, sie wurden zum Martinstag geschlachtet.

Doch nicht alle Gänse schaffen es auf den Teller. „Wenn der Fuchs die Tiere besucht, dann kann es schon mal einen Verlust geben“, sagt Markus Fuhrmann. Das sei ärgerlich, aber fast nicht zu verhindern.

Und manch gefräßige Gans begnüge sich nicht nur mit dem Futter und dem Gras auf der Weide, sie picke alles an, was sie in den Schnabel bekomme. „Eine hat schon mal einen Nagel aus einem Pfosten gezogen und den gefressen“ – eine tödliche Nahrung für das Tier.

Immer im Juni bekommen die Fuhrmanns Zuwachs – und zwar jede Menge. „Die Gänse und Enten werden dann geliefert, sind etwa drei Wochen alt und wiegen ein bis zwei Kilo“, erklärt Markus Fuhrmann.

Das war dann auch schon die einzige Fahrt, auf die sich die Tiere in ihrem Leben begeben. „Ab dann wird nur noch gelaufen“, sagt Markus Fuhrmann.

Zunächst geht es in den Stall. Dort bleiben die Tiere, bis sie Federn haben – also etwa fünf Wochen alt sind. Da kommen sie raus aufs Feld. Alle 700 Tiere werden durch den Ort auf eine Weide am Ortsrand getrieben, keine 500 Meter vom landwirtschaftlichen Hof der Fuhrmanns entfernt.

Dann geht es wieder zurück

Insgesamt 25 Tonnen Futter aus Weizen, Mais, Gerste, Soja, Mineralstoffen bekommt das Federvieh. „Sie können fressen, wenn sie Hunger haben“, sagt Alexandra Fuhrmann. Wenn die Tiere zwischen sieben und zehn Kilogramm wiegen, geht es für sie nach und nach zurück in den Stall. „Wir holen 40 bis 50 Tiere nach Hause “, sagt Markus Fuhrmann. Je nach Bestellungseingang der Kunden. Die Tiere bleiben dann noch etwas im Stall, um wieder zur Ruhe zu kommen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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