Java Five und die Leipziger Big-Band spielten in Homberg

Mit ganz viel Swing

Im Zeichen des Weihnachtsbaumes: Die Vokalisten von Java Five gaben in der Homberger Stadthalle ein Konzert voller Swing. Foto: Meinicke

Homberg. Gute Tradition sei es bereits geworden, Musiker aus dem östlichen Deutschland auf der Bühne der Homberger Stadthalle zu präsentieren, erklärt Klaus Döll. Als Initiator der Veranstaltungsreihe „Gemeinsam lachen“ hatte er ein Konzert in der Homberger Stadthalle organisiert.

Java Five und die Big-Band Leipzig standen auf der Bühne. Den ersten Teil des Konzertes bestritt die Gruppe Java Five; vier Sänger und dazu ein Gitarrist im Hintergrund. Der am Beginn gebotene Klassiker „Sweet Georgia Brown“ stimmte auf Swing ein, der den Abend bestimmen sollte.

Ursprünglich galt diese Richtung als kommerzialisierter Jazz und verachtungswürdig. Doch nachdem der berühmte Benny Godman 1938 in der Carnegie Hall (New York) befrackt aufgetreten war, erhielt diese Musik allgemeine Anerkennung.

Und wer kann diesem swingenden Sound widerstehen, zumal wie ihn Java Five bieten. Längst sind Dauerbrenner wie „White Christmas“ und das Lied vom Rentier Rudolph geläufig und mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest verbunden.

Stimmen statt Trompeten

Fast mochte man mitsingen, doch das Staunen über nur mit dem Mund erzeugte, instrumentale Klänge überwog. Da waren etwa die typische Swingtrompeten zu vernehmen, gedämpft mit einem Schallaufsatz, der seiner Form wegen Blumentopf genannt wird.

Und ausgerechnet der kleinste Sänger setzte einen Bass dazu, der die Zuhörer förmlich erbeben ließ.

In der Pause herrscht bei einem Glas Sekt dichtes Gedränge im Foyer. Eine schöne Geste von Döll war es, Ehrenamtlichen aus dem Schwalm-Eder-Kreis eine Karte für das Konzert zu schenken.

Im zweiten Teil standen dann Java Five gemeinsam mit der 18-köpfigen Leipziger Bigband auf der Bühne. Beide Gruppen treten seit mehr als zehn Jahren weltweit auf. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es gelingt, derart hochkarätige Musiker nach Homberg zu bringen.

Dankbar wurde das auch vom Publikum anerkannt, indem mehrere Zugaben herausgeklatscht wurden. Nachdem anstelle von Blumensträußen Ahle Worscht an die Künstler verteilt wurde, ging es für die Konzertbesucher nach Hause – in frohgestimmter Erwartung auf ein „Swinging Weihnachten“.

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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