Vision wurde Wirklichkeit

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Physiotherapie, alternative Heilmethoden, Rehasport und vieles mehr: Inhaber Leo Brizzi und sein Team laden am 19. Januar zum Tag der offenen Tür ein.

Die Doppeltür durchschritten, steht man in einem großen, lichtdurchfluteten Raum. In die Nase steigt nicht die erwartet-typische Fitness-Studio-Duftmischung aus Schweiß, Teppichreinigungsmittel und Kunststoff.

Im Gegenteil: Plötzlich atmet man tief ein, denn es riecht ganz wunderbar natürlich nach Holz und Stein, fast so, als würde man zum Sporttreiben in den Wald gehen.

Dabei steht man im Erdgeschoss der Hephata-Klinik – in den neuen Räumen von Leo Brizzi. Der ambitionierte Physiotherapeut und Heilpraktiker hatte ein großes Vorhaben, eine Vision, die er innerhalb eines Jahres tatsächlich geschafft hat in die Tat umzusetzen. Er wollte ein einmaliges Areal schaffen, in dem es für Patienten und Kunden unter einem Dach möglich ist, in einem ökologischen Umfeld und in einer Wohlfühlathmosphäre etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Ort mit Wellness-Charakter

 Dank der Unterstützung der Diakonie Hephata und seines Architekten ist es ihm gelungen, diesen Raum zu schaffen, der durch seine Ausgestaltung aus Holzböden, Natursteinmauern, großen Fenstern und einer Mischung aus Funktionalität und Ästhetik einen Ort mit Wellness-Charakter ist. Wenn man die Behandlungsräume im Kern der Fläche sowie die kleinen Bäder sieht, in denen man sich ohne Scham alleine umziehen oder duschen kann, weiß man sofort: „In dieser Umgebung kann ich mich entspannen, abschalten, zur Ruhe kommen und etwas für mich tun.“

Vor fünf Jahren ist Leo Brizzi – der mit vollem Namen eigentlich Bartolomeo heißt – mit seiner ursprünglichen Praxis „PhysioFit“ in das Erdgeschoss der Hephata-Klinik gezogen, um dort die Betreuung der ambulanten Patienten der Klinik zu übernehmen. Im Laufe der Jahre ist mit der Diakonie Hephata und den Ärzten des benachbarten Ärztezentrums ein gutes kooperatives Verhältnis entstanden, sodass diese positiv auf Brizzis Wunsch reagiert haben, als er sagte: „Ich will mehr.“ Mehr nicht nur im Sinne von Platz und Räumlichkeiten, sondern mehr vor allem im Sinne von Angebotsmöglichkeiten und Tätigkeitsfeldern.

Umschulung

 „Vieles in meinem Leben hat sich ergeben – es sollte wohl so sein“, resultiert der 42-Jährige. Als gelernter Industriemechaniker in die Berufswelt gestartet, merkte er schnell, dass ihn diese Aufgabe nicht ausfüllt. Durch sein Hobby Fußball – was er semiprofessionell betrieb – beziehungsweise durch eine Verletzung, geriet er wortwörtlich „in die Hände“ eines Physiotherapeuten und war von dessen Arbeit begeistert. Sein Interesse war geweckt, er beschloss umzuschulen und machte eine Ausbildung an einer Privatschule zum Physiotherapeuten, deren Schulgebühr er sich durch seine Spiele in den Oberliga-Vereinen SC Neukirchen, VfB Marburg und VfB Gießen finanzierte.

Im Laufe der Jahre bildete sich der gebürtige Italiener weiter fort. Er intensivierte sein Wissen in Behandlungsmethoden wie Lymphdrainage, Manuelle Therapie oder Dorn-Breuss. Er absolvierte erfolgreich Prüfungen zum Sportphysiotherapeuten, Chiropraktiker und Rehabilitationstrainer. Vor allem entdeckte er aber sein Faible für alternative Heilmethoden, mit deren Hilfe er auch in der physiotherapeutischen Praxis ganzheitlich arbeiten kann. Den ersten Kontakt hatte er – selbst als Patient – auch mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In der TCM lernte er Akupunktur, Zungendiagnostik und Pulsdiagnostik. Um diese bei entsprechender Indikation in der Physiotherapie anwenden zu dürfen, absolvierte Brizzi eine Heilpraktikerausbildung. So war für den zweifachen Vater die Basis geschaffen, ein neues und aufeinander aufbauendes Projekt wie das „Projekt Gesundheit“ zu starten.

Rehabilitation

Bisher lag der Schwerpunkt in seiner Physiotherapeutischen Praxis, in der ambulante Patienten bei Beschwerden oder nach Operationen behandelt wurden – durch Massagen, Krankengymnastik oder sonstige Anwendungen, die die Beweglichkeit, den Muskelaufbau und Funktionalität der betroffenen Körperteile wieder verbessern oder gar wieder ganz herstellen konnten. Auch Rehabilitationssportkurse, die von den Krankenkassen komplett übernommen werden, boten Brizzi und das Team von „PhysioFit“ an. Dazu gehörte natürlich auch Krankengymnastik am Gerät, sodass bereits ein wenig Fitness-Studio-Charakter mit in die Praxis einfloss.

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PDF der Sonderseite Projekt Gesundheit

So kam dem früheren Vollblutsportler eines Tages die Idee: Neben seiner Praxis für Physiotherapie wollte er auch ein Fitness-Studio gründen, das zwar ein eigenständiger Betrieb ist, aber ebenfalls unter seiner Federführung liegt und räumlich in die Praxis integriert ist. Nun ist es soweit. Nach knapp einjähriger Bauphase konnte der Erweiterungsbau aus der bestehenden Praxis heraus auf den angrenzenden, ehemaligen Tennisplatz fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Für den Kunden bedeutet dies, dass man ab sofort, unabhängig von Verletzungen, Beschwerden oder Rehabilitation, in diesem neuen Fitness-Studio Mitglied werden kann. Jeder kann die effektiven Trainingszirkel nutzen, um sich fit zu halten, Herz-Kreislauf-Training oder Muskelaufbautraining absolvieren und auf das Wissen und Können des Brizzi-Teams zurückgreifen.

„Wir kommen aus der Physiotherapie und versuchen aus unserer Sicht mit Trainingstherapie zu arbeiten“, erläutert Brizzi den Unterschied zwischen seinem Konzept und anderen, ähnlichen Einrichtungen. „Wir sind ein geschultes Team aus Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern, Sporttherapeuten, Rehasporttrainern und Heilpraktikern. Wir möchten über unsere Behandlung auf Rezept hinaus auch Prävention und Fitness anbieten. Denn um wirklich gesund zu sein und zu bleiben, gehört einfach regelmäßiger Sport dazu, und den kann man jetzt als Mitglied in dem neu gegründeten Fitness-Studio betreiben.“ Das Kernstück, die Praxis für Physikalische Therapie, bleibe aber nach wie vor bestehen, unabhängig von dem Studio.

Gründliche Untersuchung

Brizzi legt äußersten Wert darauf, dass Fitness-Studio-Mitglieder zusätzlich zu dem gängigen Check-up gründlich getestet und untersucht werden, bevor sie die Trainingsgeräte nutzen: „Wir schauen genau hin wie der körperliche Zustand ist. Wenn jemand mit Herzproblemen kommt und Kardio-Training machen möchte oder jemand mit Knieproblemen Krafttraining, vereinbaren wir gegebenenfalls innerhalb von zehn Tagen einen Termin bei Fachärzten, die eng mit uns kooperieren – im Interesse des Mitglieds. Erst dann stellen wir die Geräte individuell auf den jeweiligen Kunden ein.“

Während des Fitnesstrainings werden die Clubmitglieder genauso wie die Teilnehmer an Präventionskursen oder Rehasportkursen individuell betreut und begleitet – aus ganzheitlicher Sicht durch das inzwischen auf 13 Personen angewachsene Team.

Ob als Patient oder Clubmitglied – das „Projekt Gesundheit“ begleitet jeden bis zu seinem individuellem Ziel. Die Räumlichkeiten, die mit ihrer besonderen Atmosphäre zum Wohlfühlen und Entspannen einladen, tun das Ihrige dazu. Davon kann sich jeder, der möchte, am Tag der offenen Tür am Samstag, 19. Januar, zwischen 10 und 18 Uhr überzeugen. (nh)

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Quelle: HNA

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