Ganztagsbetreuung ist auf dem Vormarsch

Wolfhager Land. Mehr als 1,5 Millionen Euro - soviel hat der Landkreis Kassel im Jahr 2011 in den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Gesamtschulen in Wolfhagen, Zierenberg und Bad Emstal investiert. Und zwar in Bauprojekte, Ausstattung und Personal. Damit kommt man der steigenden Nachfrage von Eltern, die sich eine Ganztagsbetreuung wünschen, nach.

Mit dem Fördergeld konnten die Gesamtschulen in Wolfhagen, Zierenberg und Bad Emstal zum Beispiel ihre Mensen ausbauen oder renovieren. Denn für die Ganztagsbetreuung ist ein Mittagessen unerlässlich.

Doch viel wichtiger ist das Angebot der einzelnen Schulen. Grundsätzlich gilt: Das Angebot ist freiwillig. Und das sei den Eltern auch wichtig, sagt Wolfgang Engelmeyer, Schulleiter der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal. Der Grund: Viele der Kinder sind privat in Vereinen aktiv. Und das füllt den Nachmittag.

Anders ist es bei Förderschulen, wie die der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen. Dort ist zusätzlicher Förderunterricht Pflicht. Gerade bei jüngeren Kindern der Klassen Eins bis Vier wird das Angebot gerne genutzt.

„Wir haben 44 sogenannte Arbeitsgemeinschaften, darunter fallen Sport, Theater, der Erwerb von Sprachzertifikaten und Kreatives“, erzählt Ludger Brinkmann, stellvertretender Schulleiter der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen.

Diethart Rindermann, Schulzweigleiter der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg, verweist darauf, dass bei den Eltern eher das inhaltliche Angebot im Vordergrund stehe und nicht nur die reine Betreuung. „Das wird besonders durch die rege Teilnahme in der Schulsanitätsgruppe deutlich“, sagt Rindermann. Alle Schulen kooperieren eng mit örtlichen Vereinen, um das Angebot leisten zu können. Geld für die pädagogische Betreuung kommt vom Kultusministerium. ZUM TAGE

Quelle: HNA

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