Homberger Carnevalsverein fehlt Trainerin

Die Garde des KCV Homberg kann nicht tanzen: Verein fehlt Trainerin

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Da gab es noch eine Garde: Bei der Session in diesem Jahr zum 66. Geburtstag des KCV trat noch eine eigene Garde auf. Die löste sich anschließend auf. Für die neue Gruppe fehlt jetzt eine Trainerin.

Homberg. Tanzen ist ihre Leidenschaft. Doch das Hobby der Gardetänzerinnen des KCV Homberg steht auf der Kippe.

Hatte sich die Gruppe nach der Karnevalszeit 2018 aufgelöst, fanden sich innerhalb kurzer Zeit zwölf neue Mitglieder. Doch die können nicht trainieren – ihnen fehlt eine Übungsleiterin.

„Wir hatten eine Trainerin in Aussicht. Deshalb hatten wir uns bemüht, eine neue Gruppe auf die Beine zu stellen“, sagt Melanie Jäckel, 1. Vorsitzende des Vereins und Schautanz-Trainerin. Als dann zwölf neue Frauen gefunden waren, habe die Trainerin abgesagt. Deshalb finde zurzeit kein Training statt.

Die neuen Tänzerinnen trauen es sich nicht zu, die Übungsstunden zu übernehmen, sagt Jäckel. So hatte die Gruppe bereits geübt, bevor sie sich aufgelöst hat. Es gab ein Aufwärmtraining. „Dann haben wir uns die Musik angemacht, jeder hat sich einen Schritt überlegt und wir haben so eine Formation zusammengestellt“, sagt die 1. Vorsitzende.

Seit 1997 gab es eine Garde beim KCV. Nach der diesjährigen Session löste sich die Tanzgruppe alters- und berufsbedingt auf. Geprobt wurde zu Beginn mit einer ehemaligen Gardetänzerin als Trainerin. Nach deren Weggang wurde alleine geübt, erzählt Heike Fach-Jäckel, die für die Koordination der Tanzgruppen zuständig ist.

Die neuen Gardetänzerinnen bringen zum Teil Vorkenntnisse mit, einige beginnen aber bei Null, sagt Jäckel. Die Übungsstunden seien aufwendig, weil auf so viele Details geachtet werden müsse. „Wir bräuchten jemanden, der Ansagen macht und den Überblick behält“, so die 1. Vorsitzende. Eine ehemalige Gardetänzerin wäre optimal, so Melanie Jäckel. Denn sie soll die Schritte für den Gardetanz 2019 festlegen.

Viel Zeit bleibt dem KCV nicht mehr, jemanden zu finden, der die Aufgabe ehrenamtlich übernimmt. „Um genug Zeit zum Üben zu haben, müssten wir spätestens nach den Sommerferien starten, sagt Melanie Jäckel. Einmal wöchentlich für eine Stunde müsste die neue Leiterin Zeit investieren. Ein Trainerschein sei nicht nötig, Lehrgänge werden angeboten, bei Interesse übernehme der Verein sogar die Kosten dafür, so Heike Fach-Jäckel. „Wir sind auch nicht aus der Welt und können unterstützen. Und Musik und Kostüme sind auch vorhanden“, sagt Melanie Jäckel, die auch für das Training der Schautanz-Gruppen zuständig ist und selbst 20 Jahre in der Garde getanzt hat.

Es sei schade, dass sich niemand finde, sagt sie. „Die Mädels hatten immer das Ziel in der Garde zu tanzen, wollen Spaß haben und jetzt fehlt die Leitung.“ 

Quelle: HNA

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