Feuerwehr spülte Kanalisation - Ursache: ein alter Gastank

Gasalarm in der Fritzlarer Altstadt: Drei Häuser evakuiert

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Fritzlar. Stechender Geruch nach Gas sorgte am Samstagnachmittag und -abend für einen Großeinsatz der Fritzlarer Feuerwehr. Drei Häuser auf der südlichen Marktplatz-Seite wurden vorsorglich evakuiert, acht Personen davon betroffen. Im Einsatz waren 36 Feuerwehrleute und zwei Polizeistreifen.

Wie Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke berichtete, hatten schon gegen 17.45 Uhr Passanten in der Neustädter Straße deutlichen Geruch nach Gas bemerkt. Sie alarmierten über die 112 die Feuerwehr, die zunächst erkundete, was die Ursache des Gasgeruchs war. Auf einem Hinterhof eines Hauses am Marktplatz, der nur von der Seite des Dr. Jestädt-Platzes am Dom zugänglich war, fanden sie den Grund der Aufregung: Dort stand ein alter Gastank, der entsorgt werden sollte und unsachgemäß entleert und gespült worden war.

Das Gas war dadurch in die Kanalisation gelangt und der Gestank deshalb überall deutlich zu registrieren.

Da zunächst nicht klar war, wie hoch die Gaskonzentration ist, wurden die Häuser in unmittelbarer Nähe des Hofes evakuiert und der gesamte südliche Marktplatz abgesperrt. Messungen durch den Energieversorger EWF ergaben schließlich, dass die Gaskonzentration kaum messbar war. Der starke Gestank rührte vermutlich von einem Zusatzstoff her, der das Gas riechbar machen soll.

Die Feuerwehr setzte Schlauchwagen ein und spülte die Kanalisation im Bereich Dr. Jestädt-Platz und Marktplatz, außerdem wurde eine Kanalreinigungsfirma herbeigerufen. "Die Spülungen werden fortgesetzt, bis der Geruch verschwunden ist", sagte Hucke. Warum die Nachbarn, die tagsüber schon den starken Gestank wahrgenommen hatten, nicht reagiert hätten, könne er nicht verstehen, sagte der Stadtbrandinspektor. Gasgeruch müsse immer alarmierend sein. Wie lange der Einsatz dauern wird, stand am Abend noch nicht fest. (ula)

Quelle: HNA

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