Trotz Notabschaltung strömte Gas weiter aus

Gasaustritt an Tank- und Rastanlage Malsfeld

An der Tank- und Rastanlage Malsfeld bei Ostheimtrat am Donnerstagmorgen Gas aus. Die Sperrung der Tankstelle konnte um 8 Uhr wieder aufgehoben werden. Foto: Wenderoth

Malsfeld. Einen gehörigen Schreck bekam der Hausmeister der Tank- und Rastanlage im Gewerbegebiet Malsfeld bei Ostheim am frühen Donnerstagmorgen. Als er kurz nach 6 Uhr die Zapfsäulen kontrollierte, stellte er starken Gasgeruch und ein zischendes Geräusch im Bereich der Erdgastankanlage fest.

Sofort betätige er die Notabschaltung, doch das Gas strömte weiter aus der Zapfanlage aus. Er alarmierte daraufhin über Notruf die Feuerwehren und veranlasste die Räumung und Sperrung der Tankanlage. Innerhalb weniger Minuten trafen insgesamt 86 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an der Einsatzstelle ein. In entsprechendem Abstand zur Schadenstelle wurde ein Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge aufgebaut. Der gesamte gefährdete Bereich wurde abgesperrt. Zusätzlich wurde der Umwelt-Dienst (U-Dienst) des Schwalm-Eder-Kreises alarmiert.

Die Spezialkräfte der Feuerwehren nahmen an der Tankanlage mit Gasmessgeräten entsprechende Messungen vor. Sie trugen dabei Atemschutzgeräte. Nur im direkten Umfeld der Tankanlage wurde ein explosionsfähiges Gemisch festgestellt. Der starke Wind hatte die Gaskonzentration so stark verdünnt, dass schon in einigen Metern von der betroffenen Zapfsäule keine Explosionsgefahr mehr bestand. Von der Feuerwehr wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und bis zum Ende der Sperrung in Bereitschaft gehalten.

Die Polizeibeamten aus Melsungen, die von Kräften weiterer Dienststellen und der Autobahnpolizei verstärkt wurden, sperrten die Ausfahrt Malsfeld der A 7 und auch den Bereich um die Rastanlage weiträumig ab. In enger Abstimmung zwischen Feuerwehreinsatzleitung, U-Dienst, Brandschutzaufsichtsdienst und dem Leiter der Polizei wurde allen Maßnahmen koordiniert. Mitarbeiter der Eon schieberten die Hauptzuleitungen zu der Tankanlage ab und verschlossen gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr die 42 Gasflaschen, die als Puffer zwischen Hauptleitung und Zapfsäule, dienten. Nach einiger Zeit war auch das noch in den Leitungen befindliche Gas ins Freie ausgeströmt und es bestand keine Gefahr mehr. Die Messungen blieben danach ohne Ergebnis. Bis auf die betroffene Zapfanlage konnte die Rastanlage kurz nach 8 Uhr wieder in Betrieb genommen, und die Sperrungen aufgehoben werden.

Die Einsatzleitung der Wehren aus Ostheim, Elfershausen, Malsfeld, Mosheim, Melsungen und Schwarzenberg hatte Gemeindebrandinspektor Oliver Garde (Beiseförth). Die Feuerwehrleute aus Röhrenfurth standen zusätzlich in Bereitschaft, ebenso war ein Rettungswagen zum Schutz der Einsatzkräfte vor Ort. Von der Freiwilligen Feuerwehr Guxhagen wurde ein Messfahrzeug angefordert. (zot)

Quelle: HNA

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