Friedbert und Tille Schmidt aus Welcherod feiern heute Diamantene Hochzeit

Ehe ist ein Geben und Nehmen

Ehepaar seit 60 Jahren: Tilli und Friedbert Schmidt aus Welcherod freuen sich auf ihren heutigen Ehrentag. Foto: Rose

Frielendorf. An den 24. Dezember 1952 erinnert sich Tilli Schmidt (82) gern zurück: Mit einer Kutsche ging es damals ins Alsfelder Standesamt und zur Kirche. Dort gaben sich Tilli und Friedbert Schmidt aus Welcherod das Ja-Wort. Heute feiert das Paar Diamantene Hochzeit.

Kennen lernten sich beide auf einer Karnevalsveranstaltung in Alsfeld im Jahr 1950. Zusammen mit einem Freund düste der Welcheröder mit dem Motorrad in den Vogelsberg. Nach der Heirat zogen Schmidts zu den Eltern des Bräutigams, wo die erste Tochter das Licht der Welt erblickte. Im April 1954 bereicherte ein weiteres Mädchen die Familie. 1961 dann der Umzug nach Frielendorf: Dort übernahmen sie das Haus von Friedbert Schmidts Schwester, die verstorben war.

Um das Einkommen der Familie zu sichern, schulte Friedbert Schmidt mehrmals um. In Marburg machte er Abitur, es folgte eine Lehre zum Fotografen. In dem Beruf war er in Welcherod auch tätig. Dann schulte er um, wurde Ofensetzer und Kachelofenbauer. Anfang der 60er Jahre, mit der Verbreitung der Zentralheizung, absolvierte Schmidt die Meisterprüfung im Zentralheizungsbau und arbeitete fortan als Selbständiger.

Ausgleich im Garten

Tilli Schmidt, gelernte Schneiderin, arbeitete in Ziegenhain bei der Firma Grünwald, einer „Unterrockfabrik“. Sechs Jahre lang leitete sie das Team der Arbeiterinnen. Nach Feierabend wartete der große Garten, die Familie fuhr zum Campen an den Edersee, bewirtschaftete ein weiteres Gartengrundstück in Fritzlar.

Bis heute ist der Garten hinter dem Haus die liebste Freizeitbeschäftigung. Friedbert Schmidt fand Muße beim Angeln und Jagen. Dort spannte er nach getaner Arbeit aus – wenn er nicht gerade das Eigenheim sanierte. „Auch meinen Beruf habe ich immer mit Lust und Liebe gemacht“, sagt der 83-Jährige. Aber Tilli erklärt: „Unser Leben bestand schon aus viel Arbeit.“

Feiern möchte das Paar heute im kleinen Kreis: Bei einer Hausandacht mit Pfarrer Firnges, Nachbarn, Verwandten und den beiden Enkelkindern.

Ein besonderes Rezept für die lange Ehe haben die Schmidts nicht. Beide sagen: „Es ist ein Geben und Nehmen.“ (zsr)

Quelle: HNA

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