Doppelgrab wird 45 Prozent teurer, zweistelliges Urnengrab kostet 15 Prozent mehr

Naumburg: Friedhofsgebühren steigen deutlich

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Weiter Zuschussbetrieb: Der Friedhof in der Naumburger Kernstadt wie auch die Friedhöfe in den Stadtteilen werden auch nach der Gebührenerhöhung defizitär bleiben.

Naumburg. Die Friedhofsgebühren der Stadt Naumburg werden deutlich steigen. Einstimmig verabschiedeten die Stadtverordneten während ihrer Sitzung am Dienstagabend in Elbenberg die neue Friedhofsordnung und Friedhofsgebührenordnung.

Danach wird beispielsweise ein Doppelgrab (Laufzeit 30 Jahre) um 43 Prozent teurer, ein Zweier-Urnengrab um 15 Prozent.

Mit der Neuordnung erreicht man nun eine Vollkostendeckung von etwa 61 Prozent - bezogen auf das Beispiel des Doppelgrabes. Der Rest muss weiterhin aus allgemeinen Steuermitteln draufgelegt werden. Aus den Fraktionen wurde signalisiert, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Lücke bis zur Kostendeckung weiter zu verringern. Um die Steigerung im Rahmen zu halten, wurden Verwaltungskosten herausgenommen und auch die Kosten für die Räumung des Grabes nach Ende der Laufzeit.

In der Höhe zumutbar

Bürgermeister Stefan Hable skizzierte den Weg bis zur Beschlussfassung, die zahlreichen Beratungen in den verschiedenen Gremien, bis man zu einem Ergebnis gekommen sei, das man in seiner Höhe für die Bürger für zumutbar halte. Zuletzt waren die Gebühren vor 17 Jahren geändert worden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sprenger bescheinigte dem Magistrat, dass dieser alles umgesetzt habe, was das Parlament ihm in Sachen Friedhofsordnung und Friedhofsgebührenordnung aufgetragen hatte. Herausgekommen sei eine „saubere Vorlage“, der die CDU zustimmen werde.

Ab 1. Juli

Zunächst sei der Wert für eine komplette Kostendeckung ermittelt worden, erläuterte SPD-Fraktionschef Bernd Ritter. Auf dieser Grundlage sei das Thema diskutiert worden. Im Zuge dieses „lobenswerten Prozess“ seien dann auch anonyme Grabstätten in die Friedhofsordnung aufgenommen worden. Ritter betonte, man müsse sich damit beschäftigen, „wie wir von der Kostenseite nochmal rangehen“, um der Kostendeckung näher zu kommen.

Ritter weiter: Mit der Steigerung von 43 Prozent habe man ein Niveau erreicht, „das man den Gebührenzahlern gerade noch zumuten kann“.

Auf Anregung der SPD wurde unter anderem in der Friedhofsordnung offen gelassen, ob Urnen ausschließlich unterirdisch beigesetzt werden müssen. Damit wolle man, sollte es irgendwann gewünscht werden, das Beisetzen in Stelen ermöglichen. Friedhofsordnung und Gebührenordnung treten zum 1. Juli In Kraft.

Quelle: HNA

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