Wolfhagens Stadtverordnete vertagen Entscheidung

Geburtshilfe Wolfhagen: Kreistag stimmt für Finanzhilfe

Wolfhagen. Der Kreistag des Landkreises Kassel hat gestern der Finanzspritze für die Geburtshilfe Wolfhagen zugestimmt. Bei der Sitzung des Gremiums wurde dem Antrag von Landrat Uwe Schmidt mit den Stimmen von SPD, Grünen und Abgeordneten anderer Fraktionen mehrheitlich zugestimmt.

Die Geburtshilfe der Kreisklinik Wolfhagen soll jährlich mit 150.000 Euro unterstützt werden.

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Damit erfüllt der Kreis seinen Teil der wesentlichen Forderung der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) zur Wiederaufnahme des Betriebes der Geburtshilfestation an der Kreisklinik Wolfhagen. GNH-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Sontheimer hatte beim Lesertreff der HNA gesagt, dass etwa 500 000 Euro pro Jahr nötig wären, um die Geburtshilfe wiederzubeleben (wir berichteten).

Erst wenn der Kreis und auch die Stadt Wolfhagen ihren Teil einer Drittelfinanzierung übernehmen, könne er sich einen Antrag im Aufsichtsrat der GNH vorstellen, sich ebenfalls mit 150 000 Euro zu beteiligen. Dies aber auch nur, wenn er im Vorfeld eine Mehrheit für solch einen Antrag signalisiert bekomme. Landrat Schmidt hatte in seiner Rede vor den Mitgliedern des Kreistages vehement die Unterstützung des Antrages gefordert. Nur so sei es möglich, die Verantwortlichen der GNH und der Stadt Kassel darauf hinzuweisen, dass die Klinikstandorte Wolfhagen und Hofgeismar aufrechterhalten werden müssen.

Artikel aktualisiert um 21.30 Uhr

Noch ist nicht klar, ob sich auch die Stadt Wolfhagen an einer Finanzierung der Geburtshilfestation beteiligen wird. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde gestern Abend in der Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Beratung an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Mit einer Entscheidung ist somit vor Ende März nicht zu rechnen.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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