Vor 40 Jahren begann die Geschichte der Großgemeinde

Die Geburtsstunde

Symbolischer Schildertausch: Der Erste Beigeordnete Karl Heßler und Bürgermeister Heinz Kniest wechselten die Ortstafeln aus. Foto: Privat

Borken. 15 Verwaltungen, 13 ehrenamtliche Bürgermeister – damit hatte es in Borken ab 1972 ein Ende. Zum Jahreswechsel entstand vor 40 Jahren die Großgemeinde Borken. Bis dahin hatte es die selbstständigen Gemeinden Dillich, Freudenthal, Haarhausen, Gombeth, Lendorf, Pfaffenhausen, Singlis und Stolzenbach gegeben.

Mit dem Austausch der Ortsschilder wurde der erste Schritt der Verwaltungs- und Gebietsreform in Hessen umgesetzt.

Erregte Gemüter

Das hatte damals für erregte Gemüter und viele Diskussionen gesorgt. Doch aller Widerstand half nichts, am 1. Januar 1972 wurde die Großgemeinde Borken Realität, damals mit 9286 Einwohnern. Georg Strauß, der inzwischen verstorbene ehemalige Büroleiter der Stadt Borken, schrieb vor 25 Jahren dazu:

„Jedenfalls waren für acht der Nachbargemeinden die finanziellen Anreize – und natürlich auch die Einsicht in das Unabänderliche – Grund, die Verhandlungen über die Eingliederung in die Stadt Borken aufzunehmen. Sie verliefen in einer sachlich-freundschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit und führten ausnahmslos zu übereinstimmend ausgehandelten Grenzänderungsverträgen.“

Ganz einfach sei das dennoch nicht gewesen, erinnerte sich Georg Strauß, häufig seien Nachtsitzungen nötig gewesen.

Römersberg hatte Interesse

Auch Römersberg hatte damals einen Vertrag mit Borken abgeschlossen, doch dieser wurde vom Land nicht genehmigt. Ende September 1973 ging die Entwicklung Borkens weiter: Zum 28. September kamen Kleinenglis, Kerstenhausen, Großenenglis, Arnsbach, Nassenerfurth und Trockenerfurth hinzu. „Ja, die Entstehung der Großgemeinde war eine Geburt mit vielen Wehenschmerzen“, sagt der heutige Bürgermeister Bernd Heßler. Inzwischen seien die 15 Stadtteile jedoch zusammengewachsen, und die Großgemeinde Borken habe Einwohnern und Gästen viel Schönes zu bieten. (red)

Quelle: HNA

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