Amt rät zu sorgsamem Umgang mit Lebensmitteln

Gefahr durch Salmonellen bleibt

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Gefährlich: Salmonellen können nur im Labor nachgewiesen werde.

Wolfhagen. Sommer, Sonne, Salmonellen: Bei großer Hitze explodiert die Zahl der Erreger. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin vermehren sich Salmonellen bei Temperaturen zwischen zehn und 47 Grad.

An heißen, aber auch an warmen Tagen sollte man besonders sorgsam mit Lebensmitteln umgehen, rät Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes von Stadt und Landkreis Kassel.

Neben Salmonellen sei es vor allem auch die Bakteriengattung Campylobacter, die eine Darmerkrankung mit Durchfall, Erbrechen und Fieber auslösen kann. Hohe Temperaturen förderten die Vermehrung der Erreger; die Gefahr sei selbst dann nicht gebannt, wenn sich das Wetter um einige Grad abkühle, sagt Müller.

Die Zahl der Erkrankten sei in Hessen im Vergleich zum Vorjahr jedoch relativ stabil. Bei Campylobacter seien bis Ende Juli für 2012 und 2013 jeweils mehr als 2000 Erkrankungen gezählt worden. In Stadt und Landkreis Kassel waren es bis Ende vergangener Woche 129 Fälle. 38 Krankheitsfälle, die im Zusammenhang mit Salmonellen stehen, wurden im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Kassel registriert. Die Dunkelziffer sei jedoch sehr hoch. Zwar zählten die Infektionen zu den meldepflichtigen Erkrankungen, allerdings gehe nicht jeder zum Arzt, der unter Durchfall leide. Gefährlich werden können beide Formen der Darmentzündungen für Kinder unter einem Jahr, alte Menschen und Personen mit einer geschwächten Immunabwehr.

Wer sich vor einer Infektion mit Salmonellen und Campylobacter schützen will, dem empfiehlt Müller großen Wert auf Hygiene zu legen. Da die Bakterien an Lebensmitteln wie Salatensaucen, Keimlingen, Hackfleisch und Eiern haften, sollten sie gut gekühlt gelagert werden. Bei der Zubereitung sollte das Fleisch immer komplett durchgegart werden, um etwaige Keime abzutöten. Generell gelte, vor dem Essen gründlich die Hände zu waschen. (ant)

Quelle: HNA

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