Gefahr im Trinkwasser:  Kontrolle kann vor Legionellen schützen

Schwalm-Eder. Wasser brauchen wir zum Trinken, Baden, Waschen, Putzen. Deshalb ist es auch wichtig, dass sich in den Leitungen keine Keime bilden.

Die Trinkwasserqualität beginnt am eigenen Wasserhahn, darauf machte jetzt Obermeister Arno Hucke (Freudenthal) auf der Jahreshauptversammlung der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schwalm-Eder aufmerksam. „Wir sind gewohnt, dass Leitungswasser stets uneingeschränkt in bester Qualität zur Verfügung steht. Den wenigsten Verbrauchern sei aber bewusst, dass sie selbst etwas zu einer guten Trinkwasserqualität beitragen können“, sagte Hucke. Dies gelte nach der neuen Trinkwasserverordnung (TVO), die seit November in Kraft ist, um so mehr.

Hintergrund der neuen Verordnung ist es, die Wasserqualität zu sichern. Das klinge im ersten Moment etwas komisch, da wir es gewohnt seien, dass bis zur letzten Zapfstelle Trinkwasserqualität ankommt, räumt der Obermeister ein. Die neue Verordnung sei aber sinnvoll, sie soll die Ausbreitung der sogenannten Legionellen, die vor allem in größeren Wohnungsanlagen, aber auch in immer bevölkerungsärmeren Gebieten verstärkt auftauchen können, verhindern.

„Vor dem Hintergrund, dass in unserer Region immer weniger Menschen leben und viele Gebäude überdimensionierte Trinkwasseranlagen haben, ist dies durchaus eine nicht zu unterschätzende Gefahr“, betonte Hucke. Oft spiele nach dem Bau eines Hauses das Thema Wasserqualität keine Rolle mehr, weiß Hucke. Das ändere sich nun: Vermieter müssen damit rechnen, dass die Einhaltung der Verordnung von den Behörden überprüft werden. Die Innungsfachbetriebe setzen daher auf die Beratung ihrer Kunden, um ihnen Nachteile zu ersparen, so Hucke.

Was für vermietete Gebäude verpflichtend gelte, sei aber auch für selbstgenutztes Wohneigentum ratsam. Schließlich solle das Trinkwasser auch in privaten Haushalten den Status als Top-Lebensmittel behalten. Mehr lesen Sie in der Dienstagsausgabe.

Quelle: HNA

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