Gefahrgutunfall: Unterrichtsausfall ist Ermessensfrage

Schwalm-Eder. Wegen des Gefahrgutunfalls war am Mittwoch an der Anne-Frank-Schule in Homberg die Schule ausgefallen. An der nahe gelegenen Stellbergschule hingegen fand der Unterricht statt. Ob der Unterricht ausfalle oder nicht, liege im Ermessen des Schulleiters, des Schulträgers und des Schulamtes.

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Das sagte Ruth Pfannstiel vom Staatlichen Schulamt in Fritzlar. Seit der verlässlichen Schule gebe es außerdem keine Schulausfälle mehr. Schulleiter und Lehrer hätten eine Betreuungspflicht. Sie tragen die Verantwortung für die Schüler, die zur Schule kommen. Selbst wenn also der Unterricht ausfalle, seien immer Mitglieder des Kollegiums anwesend.

„Für Beamten gibt es eine Dienstpflicht“, sagt Pfannstiel. Der Schulleiter der Anne-Frank-Schule habe am Mittwoch entschieden, dass eine Gefahr für Leib und Leben vorliegen könnte und die Schule ausfallen lassen. Aber der Schulleiter müsse natürlich die Betreuung sicherstellen. Außerdem müsse er in Absprache mit dem Schulträger (Landkreis) den Rücktransport organisieren. Das Schulamt hat für solche Ereignisse und auch bei widrigen Witterungsbedingungen ein Meldeverfahren eingerichtet, um im Notfall den Unterrichtsausfall zu organisieren.

Grundschüler dürften zum Beispiel nicht vor Ende der regulären Schulzeit nach Hause geschickt werden. „Wir haben verlässliche Schulzeiten, diese gelten natürlich auch in anderen Schulformen." (ddd)

Quelle: HNA

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