Geflügelhof Hable: Hochbetrieb vor Ostern

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Hochbetrieb im Stall : Tanja Hable (links) und Schwiegermutter Cäcilia Hable haben auf ihrem Geflügelhof in Naumburg an Ostern alle Hände voll zu tun.

Naumburg. Braune und weiße Hennen wuseln durch den Stall. Sie gackern leise. Jeden Tag plumpsen tausende Eier aus den Nestern auf ein Förderband – braune, weiße, kleine und große. Auf dem Geflügelhof Hable ist in der Osterzeit Hochsaison. Rund 4500 Eier legen die 6000 Hühner von Tanja und Jürgen Hable täglich.

Jeden Tag ist Jürgen Hable mit seinem vollbeladenen Kleinbus unterwegs und verkauft seine Eier an Privatkunden und Lebensmittelgeschäfte in der Region – in Kassel, Wolfhagen, Korbach, Bad Emstal und Naumburg. Zwei Mitarbeiterinnen helfen der Familie jeden Morgen beim Packen und Sortieren. „In den beiden Wochen vor Ostern machen wir fast doppelten Umsatz“, sagt Seniorchefin Cäcilia Hable.

Vor der Stalltür stapeln sich seit Wochen unzählige Paletten mit bunten Eiern. Denn jede Woche bringt der Geflügelhof tausende Eier zum Färben in einen befreundeten Betrieb. Dort werden sie zuerst mit Wasserdampf gekocht und anschließend mit einer speziellen Technik gefärbt. So sind die Eier hinterher nicht nur bunt, sondern auch schick marmoriert. Es werden überwiegend kleine Eier eingefärbt. Denn die haben die stabilste Schale. „Wir unterteilen die Hühner im Stall in sechs Altersklassen, damit wir alle Eiergrößen zur Verfügung haben“, erklärt Tanja Hable. Die frisch gelegten Eier werden mithilfe einer Maschine nach Gewicht und Größe sortiert und mit einem entsprechenden Herkunftsstempel bedruckt.

Deshalb wird die Osterzeit auf dem Hof bereits Monate im Voraus geplant. „Wir denken schon vor Weihnachten an Ostern“, sagt Cäcilia Hable und lacht. Da bereits in der ersten Januarwoche die ersten Eier gefärbt und verkauft werden, müssen in dieser Zeit genügend junge Hühner im Stall sein. Denn die legen die kleinsten Eier. Die beiden Expertinnen erklären: Die Jungtiere kommen im Alter von 18 Wochen auf den Hof. Mit etwa 20 Wochen fängt ein Huhn an, Eier zu legen. „Irgendwann nimmt die Qualität der Eier ab, die Schale wird dünner“, sagt Tanja Hable. Zudem sei wichtig, dass die Ställe immer gut belüftet und sauber sind. „Wir füttern unsere Tiere mit selbstangebautem Getreide. Denn die Kunden achten verstärkt darauf, wo die Eier herkommen“, sagt Cäcilia Hable.

Die Osterzeit sei aber nicht nur stressig, sondern auch etwas Besonderes. Am Samstag gehen die letzten bunten Eier aus Naumburg über die Ladentheke. Doch sie schmecken auch nach Ostern noch: Gut vier Wochen sind sie haltbar.

Quelle: HNA

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