Stadt Wolfhagen und das Forstamt bekämpfen Riesen-Bärenklau - Standorte melden

Gegen den Gift-Herkules

Die Herkulesstaude beschäftigt Stadt und Forstamt seit Jahren. Unser Bild zeigt Peter Herbort (links) und Dieter Schorbach vom Forstamt Wolfhagen. Foto:  Welch/Archiv

Wolfhagen. Er ist ein ungebetener Gast. Ein hartnäckiger Besucher, den man nur schwer los wird: Der Riesen-Bärenklau, auch Herkules-staude genannt. Die Giftpflanze des Jahres 2008 wächst derzeit wieder kräftig. Stadt und Forstamt wissen um das Problem und bekämpfen die Herkulesstaude mit verschiedenen Mitteln.

Das Forstamt hat bereits seine zwölf Reviere gesichtet. Die Bilanz: In vier Revieren standen vereinzelt Pflanzen. „Die haben wir per Hand ausgegraben“, sagt Forstamtsleiter Uwe Zindel. In drei weiteren Revieren hatte sich die Gilftpflanze in vereinzelten Flächen ausgebreitet. Das Forstamt mähte die Breiche und setze punktuell Pflanzenschutzmittel ein. Auf tierische Unterstützung setzt das Forstamt im Kasseler Naturschutzgebiet Dönche. Die Flächen werden mit Galloway-Rindern beweidet. Sie fressen die Pflanze. „Wir arbeiten daran, dass wir mittelfristig Erfolge erzielen und der Ausbreitung Herr werden“, erklärt Zindel.

Doch die Herkulesstaude ist zäh: Auf Privatflächen außerhalb des Waldes tritt sie immer wieder auf und verbreitet ihre Samen - weit über die Grundstücksgrenzen hinaus. Auch entlang der Bachläufe ist es schwierig, die Population in den Griff zu bekommen. Die Samen werden mit dem Wasser weit getragen.

Die Stadt ist noch nicht so weit wie das Forstamt. In den nächsten Wochen beginnt die Sichtung. Die Stadt geht die öffentlichen Flächen und Wege ab. „Wir haben die Herkulesstaude unter Kontrolle“, sagt Stephan Schmidt vom Umweltmanagement. Geschlossene Bestände hackt die Stadt seit zwei Jahren auf, so dass auch die Wurzel der Staude beschädigt wird. „Da müssen wir in diesem Jahr gucken: Bleiben es geschlossene Bestände oder kommen Einzelpflanzen nach?“ Die Ergebnisse trägt die Stadt in ein Register ein – und setzt dabei auf die Mithilfe der Bürger. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar“, so Schmidt. Denn er hat ein Ziel: „Den Bestand auf Null herunterzufahren.“ Hinweise nimmt die Stadt Wolfhagen unter 05692/ 60 25 30 entgegen.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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