Gegen die Lebensgefahr: Borkener Feuerwehr hat jetzt einen Defibrillator

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Spende für die Borkener Feuerwehr: hinten von links Marco Bräutigam, Wehrführer Axel Beier, Karl-Heinz Baberuxky, Friedhelm Knigge und Fritz Kaufmann , vorne Thomas Freiberg und stellv. Wehrführer Mario Diehl.  

Borken. Beim lebensgefährlichen Kammerflimmern am Herzen ist Schnelligkeit gefragt. Wenn der Defibrillator, ein spezielles Gerät dagegen, innerhalb von 30 Sekunden eingesetzt wird, sei die Überlebenschance bei fast 100 Prozent.

Das sagte Thomas Freiberg vom Roten Kreuz in Hessisch Lichtenau. Gemeinsam mit Fritz Kaufmann überreichte er gestern einen Defibrillator an die Borkener Feuerwehr. Das Gerät sowie ein Notfallrucksack soll vor allem für die Feuerwehrleute eingesetzt werden, die im Einsatz besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Beides zusammen hat einen Wert von 1770 Euro. 75 Prozent davon übernimmt die Matthias-Kaufmann-Stiftung. Kaufmann starb im Jahr 1990 bei einem Verkehrsunfall. Seine Eltern gründeten die Stiftung, die unter anderem Rettungsdienste unterstützt. So seien im Werra-Meißner-Kreis mittlerweile 85 Defibrillatoren angeschafft worden, mehr als 400 Menschen wurden im Umgang mit den Geräten geschult, erläuterte Freiberg vom DRK.

„Das ist ein großer Schritt für den Schutz unserer Feuerwehrleute“, sagte Borkens Wehrführer Axel Beier bei der Übergabe. Sein Stellvertreter Mario Diehl ergänzte, dass 15 Feuerwehrleute speziell in medizinischer Hilfe geschult seien. Weitere Schulungen sind geplant.

Stiftungsvorsitzender Fritz Kaufmann nutzte den Termin, um die Arbeit von Feuerwehren und Rettern zu loben. „Wenn wir unsere Ehrenamtlichen nicht hätten, wären wir ein armes Land.“ (ode)

Quelle: HNA

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